Protokoll vom 10 Juni 2008

Die Sitzung wird geleitet von Özlem Ünsal.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Frau Ünsal begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums, insbesondere den Referenten Herrn Schwarz sowie Herrn Yıldırım, Vorsitzender des CDU-Arbeitskreises Integration und Migration. Die Ratsherren Lintzen und Schulz haben wegen parallel laufender Termine abgesagt (Herr Lintzen trifft im weiteren Verlauf der Sitzung noch ein). Die Beschlussfähigkeit wird festgestellt.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung

Die unter Top 7 vorgesehene Vorstellung der Gesundheitslotsen aus dem MiMi-Projekt muss auf Grund eines Trauerfalles in der Familie der Referentin entfallen. Der Punkt wird auf die Juli-Sitzung verschoben. Weitere Änderungen der Tagesordnung gibt es nicht.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 13. Mai 2008

Es gibt keine Anmerkungen.

Top 4: Termine

  • 26. Juni, 17.00 Uhr: Kieler-Woche-Konzert, Landesbibliothek, Am Wall 47, in Zusammenarbeit mit der Europa Union. Alle Anwesenden sind herzlich eingeladen.
  • 3. Juli, 10.00 – 20.00 Uhr: Sport-Aktions-Tag für Migrantinnen, Iltishalle (gegenüber der Räucherei) und Kaiserhalle (Kaiserstraße), Gaarden, mit vielen Angeboten zum Anschauen und Mitmachen. Die Flyer werden verschickt, sobald sie vorliegen.
  • 11. – 13. Juli: Schleswig-Holstein-Tag in Neumünster, Faltblätter liegen aus.
  • 22. Juli: Eröffnung des Russischen Literatursommers, Literaturhaus, Schwanenweg. Die Veranstaltungsreihe erstreckt sich über mehrere Tage und präsentiert moderne russische Schriftsteller. Das Programm wird zur Kenntnis gegeben.

Interkulturelle Wochen:
Die Europa-Union möchte wieder gemeinsam mit dem Forum eine Tagesveranstaltung anbieten. Die Details stehen noch nicht fest. Die Mitglieder des Forums werden um eine Stellungnahme gebeten und stimmen grundsätzlich einer gemeinsamen Veranstaltung zu. Über die weiteren Vorbereitungen wird berichtet.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung

Bericht des Vorstands:

  • Özlem Ünsal berichtet, dass die Vorbereitungen für den Literaturabend des Forums im Rahmen der Interkulturellen Wochen vorangehen.
  • Der Forumsvorstand hat an einem Workshop zur Vertiefungsanalyse für das Kieler Wohnungsbaukonzept für die Stadtteile Gaarden und Mettenhof teilgenommen und wichtige Aspekte einbringen können.
  • Am Freitag, den 13. Juni, kommen der Vorstand des Kieler und des Lübecker Forums zusammen.

Bericht der Geschäftsführung:

  • Birgit Lawrenz berichtet, dass die Landeshauptstadt Kiel sich im Rahmen der Aktion „Vielfalt tut gut“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an der Initiative „Orte der Vielfalt“ beteiligt hat. Im Herbst diesen Jahres entscheidet sich, ob Kiel als Ort der Vielfalt anerkannt wird und ein entsprechendes „Ortsschild“ erhält. Möglicherweise ist noch im Rahmen der Interkulturellen Wochen eine öffentlichkeitswirksame Übergabe des Schildes möglich.
  • In letzter Zeit gibt es vermehrt Anfragen und reges Interesse aus anderen Städten in Schleswig-Holstein an den Kieler Handlungsempfehlungen und am Forum. Dabei interessiert vor allem die Einrichtung und Arbeitsweise des Forums und die Herangehensweise bei der Erarbeitung der Handlungsempfehlungen. Auch aus München wurde nach dem Forum gefragt, da dort an einem neuen Konzept für den vorhandenen Ausländerbeirat gearbeitet wird.

Top 6: Verkehrsunfall- und Kriminalprävention für Menschen mit Migrationshintergrund“

Herr Schwarz stellt das Pilotprojekt der Landesverkehrswacht und des landesweiten Rates für Kriminalitätsverhütung vor. Das Konzept „Verkehrsunfall- und Kriminalprävention für die Generation 50 +“ gibt es seit 2007, seit Januar 2008 auch für Menschen mit Migrationshintergrund. Veranstaltungen wurden bereits bei der AWO und der Jüdischen Gemeinde durchgeführt. Im Forum möchte er das Projekt mit dem Ziel vorstellen, es noch breiter bekannt zu machen und dafür zu werben, die Sicherheitsberater für weitere Veranstaltungen zu nutzen. Mit Herrn Schwarz sind weitere 5 Berater und eine Beraterin ins Forum gekommen, eine weitere Kollegin ist heute verhindert. Sie stellen sich mit beruflichem Hintergrund und ihrer Motivation, sich im Projekt einzubringen, vor (eine Liste der Sicherheitsberater/innen mit Zuständigkeitsbereichen und Telefonnummern ist dem Protokoll beigefügt).

Das Projekt für Menschen mit Migrationshintergrund wird unterstützt vom Rat für Kriminalitätsverhütung beim Innenminsterium im Rahmen des Projektes „Fairständnis“. Damit soll ein Beitrag zur Integration geleistet werden.

Grund für die Durchführung dieses Pilotprojektes ist die demografische Entwicklung mit dem ansteigenden Anteil älterer Menschen, auch dem ansteigenden Teil älterer Menschen mit Migrationshintergrund. In seinem weiteren Vortrag geht Herr Schwarz ein auf die Kriminalitätslage, die Verkehrssicherheitslage, die Notwendigkeit der Prävention für die Zielgruppe, die Ziele, die Mitglieder der Projektgruppe und die Aufgaben der Sicherheitsberater/innen. Seit dem 12. Juni sind neue Mitglieder hinzugekommen, darunter auch Özlem Ünsal vom Forum und Hanne Rosner, die Leiterin der Abteilung Alten- und Behindertenarbeit der Landeshauptstadt Kiel.

Das Konzept besteht aus mehreren Elementen. Neben den Vorträgen der Sicherheitsberater/innen soll es Sicherheitstage für Senior/innen, ein Programm für die Fortbildung von Hausärzten, projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit und eine Evaluation geben. Die ursprünglich ebenfalls geplanten Schulprojekte sind zurzeit ausgesetzt.

Herr Schwarz schildert konkrete Beispiele, die von den Sicherheitsberatern bei ihren Vorträgen aufgegriffen werden, und zu denen sie Tipps geben, wie man sich schützen kann: Handtaschen- oder Brieftaschenraub, Betrug am Geldautomaten, Sicherheit im Straßenverkehr, Tricks an der Wohnungstür, Diebstähle aus und von KFZ, Verkehrsunfallprävention. Bei dieser Gelegenheit wird die einheitliche Nummer bei Verlust der Kreditkarte bekannt gegeben: 116 116 (mit der Vorwahl 0049 aus dem Ausland).

Der Vortrag von Herrn Schwarz ist dem Protokoll beigefügt.

Zum Schluss bittet Herr Schwarz die Anwesenden, über ihn oder über Özlem Ünsal direkt Termine für Veranstaltungen zu vereinbaren.

Fragen aus dem Forum:
Wie lange dauert eine Veranstaltung?
Es muss mit maximal 30 – 40 Minuten Redezeit gerechnet werden, danach folgen Fragen und Diskussionsbeiträge, so dass mit insgesamt 1 ½ bis 2 Stunden gerechnet werden sollte. Wenn Übersetzungen notwendig sind, muss mit einer etwas längeren Dauer gerechnet werden.

Ist es möglich, die vorhanden Flyer auch in anderen Sprachen herzustellen?
Grundsätzlich ist es möglich, allerdings ist die Frage, wer die Kosten übernehmen könnte. Die Landesverkehrswacht hat keine Mittel zur Verfügung, der Kieler Rat für Kriminalitätsverhütung ebenfalls nicht.

Wie lang ist die Vorlaufzeit bei einer Anfrage?
Etwa 14 Tage. Die Sicherheitsberater sind aber bemüht, Terminwünsche zu erfüllen und vertreten sich auch gegenseitig in den Zuständigkeitsbereichen, wenn es anders nicht klappen sollte. Sie haben im letzten Jahr 45 Vorträge mit 8 Berater/innen durchgeführt.

Frau Stahlke berichtet ergänzend von den verschiedenen Projekten, die von der Polizei für Kinder angeboten werden. Mit Computerspielen für Kinder, Projekten in Kindergärten, Broschüren für Eltern und den Sympathifiguren Leo Listig und Locki Wachsam sollen Wege aufgezeigt werden, Kinder vor Gewalt zu schützen.

Mehr Informationen hierzu gibt es unter www.luka.polizei-beratung.de.

Özlem Ünsal dankt Herrn Schwarz und seinen Kollgeg/innen für die Informationen.

Top 7: entfällt

Top 8: Informationen aus Ausschüssen und Beiräten

Frau Dickhoff berichtet aus dem Kulturausschuss: Im letzten Ausschuss lag ein Entwurf für Leitlinien zur kommunalen Kulturförderung der Landeshauptstadt Kiel vor. Der Bereich Integration sei hierin nicht vorgekommen. Frau Dickhoff empfiehlt dem Forum, sich mit dem Entwurf zu befassen und eine Stellungnahme abzugeben.

Der Vorstand wird dies aufgreifen.

Top 9: Neue Mitglieder

Es gibt keine neuen Mitglieder. Ausgeschieden sind die ZBBS und der Verein ASKO.

Top 10: Sonstiges

  • Wilfried Saust berichtet, dass der Kamerunische Studentenverein sich an ihn gewendet hat. Der Verein möchte eine größere Sport-Veranstaltung organisieren und sucht weitere Vereine, die sich beteiligen könnten. Herr Saust hat sich bereits mit Herrn Papaspyratos vom TUS Gaarden in Verbindung gesetzt. Aus dem Forum wird empfohlen, auch den Landessportverband anzusprechen (Projekt „Integration durch Sport“ und „Sport gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“).
  • Edina Dickhoff erklärt, dass im Projekt von Pro Regio Infos über Deutschland in verschiedene Sprachen übersetzt werden und fragt nach, ob im Forum Interesse besteht, dies auf der Website als offene Datenbank ins Internet zu stellen. Es könnte durch Adressen, Telefonnummern und Ansprechpartner von Vereinen erweitert werden, wobei die Vereine sich selbst ein- oder austragen könnten. Es besteht Interesse im Forum und Wilfried Saust stellt die AKA-Liste zur Verfügung.

Birgit Lawrenz

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