Protokoll vom 8. Juli 2008

Die Sitzung wird geleitet von Özlem Ünsal und Oxana Stahlke.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Frau Stahlke begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums, insbesondere die Referentinnen Frau Pfeifer vom MiMi -Projekt sowie Frau Zimmermann und Frau Erbentraut vom LOS – Projekt „Mobile Kulturmittlerinnen Mettenhof“. Die Beschlussfähigkeit wird festgestellt.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung

Es gibt keine Änderungswünsche.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 10. Juni 2008

Es gibt keine Anmerkungen.

Top 4: Termine

  • 22. Juli: Erneuter Hinweis auf die Eröffnung des Russischen Literatursommers
  • 9. September: Die nächste Sitzung des Forums für Migrantinnen und Migranten in Kiel findet nach der Sommerpause wie gewohnt um 17.00 Uhr statt. Im August fällt die Sitzung aufgrund der Sommerferien aus.
  • 13. September – 5. Oktober: Interkulturelle Wochen. Die Eröffnung findet am 13./14.September zusammen mit dem Brunnenfest auf dem Vinetaplatz in Kiel-Gaarden statt.
  • 11. Oktober: Thema für die geplante Tagesveranstaltung der Europa-Union in Zusammenarbeit mit dem Forum wird sein „Bildungssysteme in Deutschland, Russland und der Türkei im Vergleich“. Die Veranstaltung wird in den Räumen der Geschäftsstelle Faluner Weg stattfinden.
  • 16. Oktober: Konzert von Ernesto Cardenal und der Grupo Sal in der Offenen Kirche St. Nikolai am Alten Markt.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung

Bericht des Vorstands:

  • Özlem Ünsal berichtet, dass die Vorbereitungen für den Literaturabend des Forums im Rahmen der Interkulturellen Wochen vorangehen. Der Autor Herr Gökgöl hat bereits zugesagt.
  • Özlem Ünsal berichtet von dem Frauen-Sport-Aktionstag in Gaarden. Es haben insgesamt ca. 130 Frauen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund teilgenommen. Diverse Vereine haben Workshops angeboten. Die Teilnahme zeigte, dass die Frauen ein großes Interesse an Bewegung haben.

Bericht der Geschäftsführung:
Aufgrund des Urlaubs von Frau Lawrenz wird auf den Bericht der Geschäftsführung verzichtet.

Top 6: Gesundheitsprojekt „Mit Migranten – für Migranten (MiMi)

Frau Pfeifer stellt das Gesundheitsprojekt MiMi vor. MiMi wird vom Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein und vom BKK-Landesverband Nord gefördert und vom Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. (EMZ) durchgeführt. Das Projekt hat in Kiel, Neumünster und Lübeck am 01.04.2007 begonnen und endete am 5. Juni 2008 mit der Zertifikatsübergabe an die Lots/innen. (Der Vortrag von Frau Pfeifer ist dem Protokoll beigefügt.)

Nach der Vorstellung des Projektes berichten die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Frau Pfeifer in großer Zahl in die Forumssitzung begleitet haben, von ihren Erfahrungen aus der Praxis.

Nun geht es vor allem darum, die Lots/innen für Vorträge einzusetzen. Hiefür ist eine weitere finanzielle Unterstützung notwendig. Frau Pfeifer übernimmt weiterhin die Koordination und die Gesundheitslots/innen können über sie gebucht werden.

Herr Treiber vom Landesverband der AWO ergänzt, dass die BKK nochmals 3.000,00 € dazu steuert, damit noch weitere Veranstaltungen stattfinden können. Eine Veranstaltung kostet 150,00 €. Er regt an, darüber nachzudenken, ob die Veranstaltungen auch für die halbe Summe durchgeführt werden könnten, um die Anzahl zu erhöhen. Denkbar wäre, dass die AWO die Hälfte der dann entstehenden Kosten, also 37,50 €, übernimmt. Noch steht nicht fest, ob auch die Landeshauptstadt Kiel die Veranstaltungen unterstützen kann.

Die Mitglieder und Gäste im Forum werden angeregt, die Gesundheitslots/innen für eine Veranstaltung zu buchen, um Migrantinnen und Migranten über gesundheitliche Themen aufzuklären.

Frau Stahlke dankt Frau Pfeifer für die Informationen.

Top 7: Vorstellung des LOS-Projektes „Mobile Kulturmittlerinnen Mettenhof“

Frau Zimmermann und Frau Erbentraut berichten vom LOS- Projekt „Mobile Kulturmittlerinnen Mettenhof“. Zwei der ausgebildeten Kulturmittlerinnen sind ebenfalls mit ins Forum gekommen.

Das Projekt begann am 1.10.2007 und endete am 15.6.2008. Träger war die Arbeiterwohlfahrt. Zum Start des Projektes wurden Männer und Frauen als Kulturmittler/innen in Mettenhof gesucht, es meldeten sich jedoch nur Frauen. Sieben Frauen nahmen dann an einer Fortbildung teil, die zweimal wöchentlich stattfand und sich in einen theoretischen (November 2007 bis März 2008) und einen praktischen (April – Juni 2008) Teil gliederte.
Zu den Themen der Fortbildung gehörten z. B. die Bereiche Gesundheit, Erziehung und Sprachförderung. Verschiedene Fachleute übernahmen die jeweiligen Einheiten. Auch Besuche von Einrichtungen waren Bestandteil der Fortbildung.

Ziel für die Kulturmittlerinnen ist, ihre Landsleute bei der Integration in diese Gesellschaft zu unterstützen mit Informationen und Begleitung zu Behörden oder Einrichtungen wie z. B. Kindergarten oder Jobcenter. Dabei haben Menschen aus dem eigenen Herkunftsland besonders guten Zugang zu den neu Zugewanderten und können mit ihren eigenen Erfahrungen und dem in der Fortbildung Gelernten hilfreiche Unterstützung geben.
Auch Einrichtungen selbst können bei den Kulturmittlerinnen anfragen und um Begleitung der Hilfesuchenden bitten. Die Kulturmittlerinnen bekommen für Ihren Einsatz eine kleine Aufwandsentschädigung.

Das Projekt ist zwar inzwischen ausgelaufen, wird aber in eingeschränkter Form weitergeführt. Im Moment sind sieben Kulturmittlerinnen in Mettenhof tätig. Ziel ist, auch in andere Stadtteile zu gehen, insbesondere nach Gaarden.

Der Vorstand dankt den Referentinnen.

Top 8: Informationen aus Ausschüssen und Beiräten

Es gibt nichts Neues zu berichten.

Top 9: Neue Mitglieder

Es gibt keine neuen Mitglieder.

Top 10: Sonstiges

  • Frau Pfeifer verteilt Wegweiser zum MiMi-Projekt. Die Broschüre gibt es in 15 Sprachen unter www.bkk.de herunter zu laden.
  • Herr Treiber macht auf die Fragen zur Einbürgerung aufmerksam, die auf die betroffenen Personen ab dem 1.9.2008 zukommen werden. Diese sind im Internet unter der Adresse www.bmi.de zu finden. Das wird demnächst im Forum thematisiert.

Hans Baumann-Rivadeneira/ Münüre Özbey

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