Protokoll 01.03.2011

Protokoll der Sitzung am 1. März 2011
Die Sitzung wird geleitet von Özlem Ünsal.
Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Die Vorsitzende begrüßt Mitglieder und Gäste des Forums und als besonderen Gast die Stadtpräsidentin Cathy Kietzer.
Die Beschlussfähigkeit wird festgestellt.
Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Es gibt keine Änderungswünsche.
Top 3: Protokoll der Sitzung am 1. Februar 2011
Es gibt keine Änderungswünsche.
Top 4: Grußwort von Stadtpräsidentin Cathy Kietzer
Die Stadtpräsidentin spricht dem Forum ihren herzlichen Dank für seine Arbeit aus. Mit den regelmäßigen Sitzungen im Magistratssaal oder, wie im vergangenen Jahr, im Ratsherrenzimmer träfe sich das Forum in Sitzungsräumen mit hohem protokollarischen Wert. Frau Kietzer geht kurz ein auf das 100-jährige Jubiläum des Rathauses und die entsprechenden Feiern hierzu im November und betont die Bedeutung von gelebter Demokratie. Sie dankt den Mitgliedern des Forums dafür, dass Sie einen Teil ihrer Zeit und Kraft der Stadt Kiel schenken und damit auch zeigen, dass sie sich als Kielerinnen und Kieler fühlen. Ihr Engagement sei nicht selbstverständlich und auf jeden Fall ein aktives Bekenntnis zu einem demokratischen, sozialen und vielfältigen Kiel. Sie freue sich über die zahlreichen Besucher im Forum und appelliert an das Forum, weiterhin so engagiert zu sein. Offenheit und Dialog seien sehr wichtig, wo Verständnis entstehen soll. Das Forum könne stolz sein auf seine organisatorische Offenheit, die über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus auf Interesse stoße und als Vorbild für andere Kommunen diene. Mit der Würdigung der vielfältigen Aktivitäten des Forums schließt die Stadtpräsidentin ihr Grußwort.
Özlem Ünsal dankt der Stadtpräsidentin und betont, dass man nur gemeinsam etwas erreichen könne. Sie habe immer Gehör und Zeit für ein persönliches Gespräch gefunden, ob bei politischen Fragen oder Querschnittsthemen.
Top 5: Termine
18. März, 19.00 Uhr, Pumpe: Konzert zur CD „Rechts geht gar nicht“ mit Schwerpunkt Rock.
21. März, 19.00 Uhr, Hermann-Ehlers-Akademie, Niemannsweg: Veranstaltung der Europa-Union zu aktuellen Europafragen.
25. März, 19.00 Uhr, Räucherei: Konzert zur CD „Rechts geht gar nicht“ mit Schwerpunkt HipHop.
27. März, 16.00 Uhr, Pumpe: Premiere des Films „Eine Synagoge für Bad Segeberg“.
(Die Termine, die vor dem Versand des Protokolls stattfinden, werden hier nicht aufgeführt.)
Top 6: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
Bericht des Vorstands
· Özlem Ünsal berichtet über das Treffen zum Thema Arbeit in Kiel, bei dem vor allem auf die in Kiel bereits vorhandenen Angebote eingegangen wurde. Gemeinsam mit den Fraktionen und dem Jobcenter wird das Thema weiter verfolgt.
· Die Vorsitzende bittet die Mitglieder um ein Signal, ob es in den diesjährigen Interkulturellen Wochen wieder eine gemeinsame Veranstaltung mit der AKA und der Europa-Union geben soll. Die Idee findet allgemeine Zustimmung.
· Die Internetseite wird zurzeit von einer professionellen Firma auf den neuesten Stand gebracht. Bei der späteren Pflege wird es Unterstützung durch ProRegio geben. Özlem Ünsal dankt Oxana Stahlke für die Pflege der Internetseite in den letzten drei Jahren, die sie ehrenamtlich geleistet hat. An dieser Stelle wird von Herrn Freuschle vorgeschlagen, das Logo des Forums mit dem Hinweis auf die Website zu verknüpfen. · Die Start-Stiftung vergibt erneut Stipendien für junge Migrantinnen und Migranten. Bis zum 15. März können Kurzbewerbungen eingereicht werden. Flyer liegen im Forum aus.
· Die Vorsitzende berichtet über ein weiteres Treffen der Foren und Runden Tische auf Landesebene. Mit den regelmäßigen Treffen soll die landesweite Vernetzung sichergestellt werden.
· Das Frauenbündnis Kiel hat das Forum angefragt, als Sprecher für Migrantinnen im
Bündnis aufzutreten. Özlem Ünsal hat dies zugesagt.
Bericht der Geschäftsführung
· Birgit Lawrenz weist auf die Tischvorlage „kulturaktiv“ hin, die für ein Literatur-Projekt mit Workshops und Lesungen für Kinder und Jugendliche wirbt.
· Das Lehrbuch des Schroedel-Verlages „Mensch und Politik“, in dem das Kieler Forum als Beispiel für Partizipation benannt wird, ist erschienen. Auch das Logo des Forums ist in dem Beitrag enthalten. Das Belegexemplar wird im Forum herumgegeben.
Top 7: Vorstellung des Projektes zur Qualifizierung „NQ-Kiel“
Özlem Ünsal begrüßt Thies Schulz-Holland und Tanja Mosbach-Danlowski, die das Kieler Netzwerk zur Nachqualifizierung vorstellen. Das Projekt ist Teil des Bundesprogramms „Perspektive Berufsabschluss“. Standort des Projektes ist in der Bergstraße 24, wo auch das Kieler Forum Weiterbildung untergebracht ist. Herr Schulz-Holland berichtet, dass ein Sechstel der jungen Menschen zwischen 20 und 30 Jahren keinen Berufsabschluss habe. Ein großer Anteil davon seien junge Migrantinnen und Migranten. Da es auf der anderen Seite einen erheblichen
Bedarf an Fachkräften gäbe, müssten Maßnahmen zur Beseitigung dieser Diskrepanz greifen. Dem Netzwerk zur Nachqualifizierung gehe es darum, Strukturen zu schaffen und Netzwerkarbeit zu betreiben mit Akteuren aus dem Arbeitsbereich und z. B. Migrantenorganisationen. In jedem Einzelfall werde genau geprüft, was bereits vorhanden ist und gezielt in den fehlenden Bestandteilen nachqualifiziert. Auch im Ausland erworbene Abschlüsse und Tätigkeiten könnten zu Externenprüfungen berechtigen. Nach der Entscheidung über den Nachschulungsbedarf wird ein geeigneter Bildungsträger gesucht und die Finanzierung geklärt, bzw. für eine Prüfung die richtige Kammer ausgesucht.
Die Präsentation ist dem Protokoll beigefügt. Präsentation des Kieler Netzwerks zur Nachqualifizierung
Die Vorsitzende dankt Herrn Schulz-Holland und Frau Mosbach-Danlowski und begrüßt das Projekt für Kiel ausdrücklich. Bei den anschließenden Fragen aus dem Forum geht es vor allem um fehlende Zeugnisse, fehlende Sprachkenntnisse, um die Externenprüfungen und die Auswahl von Bildungsträgern. Herr Schulz-Holland betont, dass jeder Einzelfall genau beleuchtet werde und niemand nach Hause
geschickt werde, wenn es noch Möglichkeiten zu helfen gäbe. Er weist aber auch darauf hin, dass Externenprüfungen auf Deutsch stattfinden und sie hier nicht weiterhelfen können, wenn die erforderlichen Sprachkenntnisse nicht vorhanden seien. Hier werde dann eher versucht, in Praktika zu vermitteln oder zu Trägern für Sprachförderung, insbesondere in Fachsprachen. Das Projekt könne durchaus auch Kontakte zwischen Migrantenorganisationen und Bildungsträgern anregen. Özlem Ünsal schlägt vor, auch eine Verknüpfung mit den RÜM-Bildungspaten in den Migrantenvereinen herzustellen.
Das Projekt läuft bis August 2013. Die Frage, wie es auf langfristige Beine gestellt werden könne, sei in der aktuellen Arbeit bereits präsent. Auch die Stadtpräsidentin begrüßt das Projekt und regt an, nach einem Jahr im Forum zu sehen, wie es sich weiterentwickelt hat. Ratsherr Schulz weist darauf hin, dass nicht nur die Kommunen, sondern auch Land und Bund in der Pflicht seien und ab 2014 ein neues Programm aufgelegt werden könnte, bei dem gute Projekte für eine neue Laufzeit berücksichtigt werden könnten.
Top 8: Zwischenbericht zum Malteser-Qualifizierungsprojekt „Fachkraft für Gesundheits- und Sozialdienstleistungen in der kultursensiblen Pflege“
Die Vorsitzende erklärt, dass der geplante Beitrag verschoben werden müsse, da David Barg erkrankt sei und sich kurzfristig entschuldigt habe. Die Rückmeldungen, die sie aber zu dem Projekt erhalten habe, seien sehr gut. Auch das Forum habe Werbung für das Projekt gemacht.
Top 9: Informationen aus Ausschüssen und Beiräten
Frau Krah berichtet aus dem Beirat für Seniorinnen und Senioren, dass eine neue Wahl stattgefunden habe und die Aufgaben der Mitglieder neu verteilt wurden.
Weitere Informationen gibt es nicht.
Top 10: neue Mitglieder
Neu im Forum ist die Islamische Gemeinde in Kiel und Umgebung (DITIB Yeni Kiel). Sie wird vertreten durch Herrn Mevlüt Özdemir und Herrn Özcan Ömeroğlu.
Ebenfalls neues Mitglied ist die Alevitische Gemeinde Kiel e. V., die vertreten wird durch Frau Isabella Altunok und Herrn Taylan Canli.
Als Einzelmitglied neu im Forum ist Frau Ebru Bagdat.
Die neuen Mitglieder stellen sich und ihre Vereine kurz vor.
Top 11: Sonstiges
Es werden keine Punkte benannt.
Birgit Lawrenz

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