Protokoll 4.10.2011

Die Sitzung wird von Özlem Ünsal, ab Top 6 von Isabella Altunok geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Die Vorsitzende begrüßt Mitglieder und Gäste des Forums, insbesondere die Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktionen sowie die Referentin Katrin Kretschmer.
Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung

Top 7 „Integrationsbericht“ wird vorgezogen. Eingeschoben nach Top 6 „Sportpark“ wird eine Information zum Gesundheitswegweiser aus dem Amt für Gesundheit.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 5. Juli 2011
Es gibt keine Änderungswünsche.

Top 4: Termine
Hier werden nur noch die Termine aufgeführt, die nach Protokollversand stattfinden.
1. November, 14.00 – 19.00 Uhr, Rathaus, Ratssaal: „1. Kieler Bildungskonferenz“. Die Forumssitzung fällt zugunsten der Bildungskonferenz aus. Alle Mitglieder und Gäste sind herzlich eingeladen, an der Bildungskonferenz teilzunehmen.
3. November, 17.00 – 20.00 Uhr, Landeshaus, Konferenzsaal: „Perspektiven einer wirklichen Bleiberechtsregelung“. Anmeldungen unter Tel.: 04331-593 243 oder E-Mail: cla-sen@diakonie-sh.de. Anmeldeschluss 28.10.2011.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
Bericht der Geschäftsführung Die Interkulturellen Wochen sind zu Ende gegangen und das Schwerpunktthema „Alter und Migration“ stieß auf großes Interesse. Allerdings wurde auch festgestellt, dass die älteren Migrantinnen und Migranten selbst sehr schwer zu erreichen sind. Die Anstrengungen müssen künftig noch stärker dahin gehen, mehr über ihre Interessen und Bedürfnisse zu erfahren und sie über ihre Treffpunkte und Vertrauenspersonen anzusprechen.

Frau Scholz ergänzt hier, dass sie bereits guten Kontakt zu Shefa gehabt habe und dort z. B. über die Arbeit des Beirats für Seniorinnen und Senioren informiert habe. Sie steht weiterhin gern zur Verfügung, auch in andere Einrichtungen zu gehen.
Birgit Lawrenz weist noch darauf hin, dass im Nachklapp der Interkulturellen Wochen am heutigen Abend in der Gaardener Ulu Cami eine Informationsveranstaltung zum Minarettbau stattfindet. In Vorbereitung ist bereits die Internationale Woche gegen Rassismus 2012. Als Veranstalter/innen sind wieder dabei der Flüchtlingsbeauftragte des Landes, AWO-Landesverband und AWO-Kreisverband, das Netzwerk gegen Rechtsextremismus sowie Forum und Referat für Migration. Beteiligt sind ebenfalls die FH und die Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule. Schüler/innen und Studierende gestalten Plakate gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung. Eine Auftaktveranstaltung mit grundlegenden Informationen für die Plakatschaffenden findet bereits am 6. Oktober statt. Die Ausstellungseröffnung ist für den 13. März nächsten Jahres im Holstentörn bei Karstadt geplant. Diese wird von Karstadt unterstützt.

Bericht des Vorstands Özlem Ünsal berichtet, dass die Jury zum Integrationspreis Schleswig-Holstein getagt und eine Entscheidung getroffen habe. Die Bekanntgabe ist im Rahmen der Festveranstaltung „50 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen“ im Landeshaus am 25. Oktober ab 18.00 Uhr. Die Einladung wird an den Forumsverteiler per E-Mail versandt. Am 22. November findet die Veranstaltung des Forums, der Europa-Union und AKA sowie weiteren Kooperationspartnern zum Thema Bildung und Anerkennung von Ab-schlüssen im Neuen Rathaus mit interessanten Referent/innen statt. Sie richtet sich primär an Mitglieder der beteiligten Organisationen, aber auch an die interessierte Öffentlichkeit. Der ehemalige Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen Helmut Frenz ist verstorben. Der Forumsvorstand spricht sein Beileid aus und würdigt die enga-gierte Arbeit von Helmut Frenz. Der derzeitige Flüchtlingsbeauftragte Wulf Jöhnk wird zum Jahresende sein Ehrenamt aufgeben. Als Nachfolger ist Stefan Schmidt, ehemaliger Kapitän der Cap Anamur be-nannt. Özlem Ünsal begrüßt ausdrücklich, dass die Stelle des Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl und Zuwanderungsfragen erhalten bleibt. Mit einem kleinen Geschenk bedankt sich der Vorstand bei den insgesamt 12 Mitgliedern und Freunden des Forums, die sich bei der Sicherheitsmesse und dem Brunnenfest für die Standbetreuung zur Verfügung gestellt haben. Am 23. August fand wieder ein Treffen der Partizipationsgremien/ Foren in Schleswig-Holstein statt. In Vorbereitung ist eine Informationsveranstaltung für alle Interessierten am 22. November in Neumünster. An der Podiumsdiskussion „Integration nach Plan“ am 30. September in Elmshorn konnte Özlem Ünsal aus Krankheitsgründen leider nicht teilnehmen. Die neue Internetseite des Forums wird ab Mitte Oktober freigeschaltet. ProRegio ist derzeit noch mit dem abschließenden „Feinschliff“ der Seite befasst. Das Eingangsfoto ist noch nicht optimal und daher schlägt die Vorsitzende vor, bei der nächsten Forums-sitzung ein Foto von den Mitgliedern zu machen.
Hier schließt sich die Frage von Edina Dickhoff an, ob die Mitglieder einverstanden sind, dass ihre Namen auf den Bildern, die auf der Website zu sehen sind – meist im Zusammenhang mit Veranstaltungen – genannt werden. Es wird allgemeine Zustimmung signalisiert. Wer damit nicht einverstanden ist, möchte sich an die Geschäftsfüh-rung wenden!
Bei Fotos von Nicht-Mitgliedern, auf denen die Menschen erkennbar sind, muss das schriftliche Einverständnis für die Veröffentlichung eingeholt werden. Als Tischvorlage wurde ein Auszug aus dem Infoheft „prekär“ verteilt, in dem es um die Lehrkräfte für Integrationskurse geht. Enthalten ist auch die Erklärung des Forums dazu, die in der Sitzung am 7. Juni abgestimmt wurde.

Frau Cisneiros Dallmaier, selbst Mitglied des Forums, bittet um Beteiligung an einer Umfrage der CAU zu Bildungsverläufen von Migrant/innen. Das Anschreiben wird an die Anwesenden verteilt. An den Sitzungen des Ausschusses für Soziales, Wohnen und Gesundheit wird zukünftig Isabella Altunok für das Forum teilnehmen. Oxana Stahlke kann diese Aufgabe aus Zeitgründen nicht mehr wahrnehmen.

Top 7 (vorgezogen): Integrationsbericht 2010 mit Abstimmung zur Stellungnahme des Forums
Waltraut Siebke und Wilfried Saust sprechen ihren Dank im Namen der Mitglieder aus.
In der anschließenden Diskussion wird eingegangen auf das im Integrationsbericht erwähnte zurückgehende Interesse an den Fortbildungsangeboten der Landeshauptstadt Kiel im Bereich interkultureller Kompetenz. Birgit Lawrenz berichtet, dass das Thema zurzeit wieder stärker in Bewegung sei und zum Teil ganze Abteilungen sich für Fortbildungen hierzu anmelden. Außerdem gäbe es Gespräche mit dem Personalamt zur Erhöhung des Anteils an städtischen Beschäftigten und Auszubildenden mit Migrationshintergrund. Der Forumsvorstand sieht sich in der Pflicht, hier zu wirken und wird im nächsten Bericht vor der Ratsversammlung darauf einge-hen. Auch beim Thema Bildungsabschlüsse wird das Forum sich weiter engagieren.
Änderungs- oder Ergänzungswünsche zum Integrationsbericht des Referates für Migration und der Stellungnahme des Forums gibt es nicht. Der komplette Bericht wird demnächst in gedruckter Form vorliegen und an die Mitglieder der Forums versandt. In den nächsten Sitzungen des Sozialausschusses, Jugendhilfeausschusses und der Ratsversammlung wird der Bericht zur Kenntnis gegeben.

Top 6: Der neue Sport- und Bewegungspark Gaarden.
Özlem Ünsal übergibt die Leitung der Sitzung an Isabella Altunok, da sie das Forum auf Grund eines zeitgleichen Termins verlassen muss.
Frau Altunok begrüßt die Koordinatorin für den Sport- und Begegnungspark Katrin Kretschmer, die über die Lage, Möglichkeiten und Angebote des Parks informiert. Sportpark-Gaarden-Oktober-2011
Frau Kretschmer berichtet, dass der Sportpark die Größe von 26 Fußballfeldern habe und damit eine Fülle von Möglichkeiten für alle Interessen bietet. Sie nimmt Wünsche, Anregungen und Angebote für Veränderungen entgegen und versucht, sie umzusetzen. Jede/r kann sich dafür an sie wenden. In Arbeit ist zum Beispiel gerade die Anregung, Seniorensportgeräte aufzustel-len. Hierfür wird versucht, die Finanzierung zu organisieren. Gemeinsam mit dem Seniorennetzwerk in Gaarden werden Spaziergänge mit verschiedenen Sportarten mit abschließendem Kaffeetrinken angeboten. Über diesen Weg erhoffe man sich, dass die Senior/innen danach auch allein die Angebote nutzen. Vormittags sind vor allem Kindergärten im Sportpark, nachmittags finden sich viele Großeltern mit ihren Enkeln ein.
Probleme mit Zerstörungen gibt es sehr wenig. Durch die Anwesenheit der Gaarden Rangers fühlen sich die Besucher/innen sicher. Frau Kretschmer berichtet über mehrere Veranstaltungen, die im Park bereits stattgefunden haben, sowohl öffentliche aus auch vereinsinterne. Der Sport- und Begegnungspark ist ein Projekt, das nie abgeschlossen sein wird und sich ständig weiterentwickelt. Auch weitere Bauabschnitte sind noch geplant.
Auf Fragen aus dem Forum erklärt Frau Kretschmer, dass es eine Erste-Hilfe-Station im Park gibt und dass alles, was neu gebaut werde, eine behindertengerechte Zuwegung habe. Bei Veranstaltungen mit Partnern vom Ostufer kommen vor allem die Ostuferbewohner/innen, aber auch Besucher/innen aus anderen Stadtteilen nehmen das Angebot an. Zum Beispiel seien schon Kindergeburtstage hier gefeiert worden, bei denen die Geburtstagsgesellschaft aus Friedrichsort kam. Die Klettergeräte seien aber durchaus nicht nur für Kinder. Die älteste Kletterin sei bisher eine 68-jährige Frau gewesen.
Frau Kretschmer ruft dazu auf, Ideen einzubringen und mitzuhelfen, den Park weiter zu entwickeln.

Top 8 (eingeschoben): Gesundheitswegweiser für Kiel
Frau Hennig aus dem Amt für Gesundheit berichtet, dass ein Gesundheitswegweiser für Kiel erstellt werden soll und das Forum um Anregungen zu einigen Punkten gebeten wird. Sie über-gibt an Ahmad Al-Baghdadi als Vertreter für den Verein Shefa, der mit der Erstellung beauftragt wird. Herr Al-Baghdadi erklärt, dass der alte Gesundheitswegweiser von 2009 erneuert und um soziale Beratungsstellen ergänzt werden soll. Es stellt sich die Frage, wie die Angaben am sinnvollsten geordnet werden sollten: nach Sprachen oder nach Krankheiten, bzw. Fachgebie-ten. Aus dem Forum wird vorgeschlagen, nach Möglichkeit beides vorzusehen und dies möglichst nicht nur in der Internet- sondern auch in der Druckversion, da nicht alle Menschen über Internet verfügen.
Frau Hennig weist darauf hin, dass der Wegweiser ergänzt werden soll um Einrichtungen wie Erziehungs- und Elternberatung, Migrationsberatung, Beratungsstellen für psychische Proble-me, Medibüro oder Pflegeberatung (dies wir noch mit dem Pflegestützpunkt geklärt) und bittet um weitere Anregungen. Dazu wird aus dem Forum vorgeschlagen, auch Barrierefreiheit bei den Praxen und Anlaufstellen zu vermerken. ProRegio hat dazu bereits eine Liste für Gaarden erstellt und stellt die gern zur Verfügung. Gewünscht werden außerdem Informationen über Impfungen und wie/wo man etwas über Krankheiten, insbesondere Kinderkrankheiten erfahren kann.
Eine ständige Aktualisierung des Wegweisers ist vorgesehen und mit Shefa bereits besprochen.
Top 9: Informationen aus Ausschüssen und Beiräten
Frau Dickhoff berichtet, dass der Kulturausschuss im September ausgefallen und darum die im August angekündigte neue Konzeption für den Haß-Speicher noch nicht vorgelegt worden sei. Interesse an den Räumen habe zum Beispiel die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein, da in der ehemaligen Fröbelschule viele Vereine auf engem Raum zusammen seien. Auch für andere Träger könnten die Räumlichkeiten interessant sein.
Weitere Berichte gibt es nicht.
Top 10: Neue Mitglieder
Für die „djo – Deutsche Jugend in Europa“ ist Frau Raphaela Shorina als Nachfolgerin von Frau Sterzer Vertreterin im Forum.
Top 11: Sonstiges
Es gibt keine Mitteilungen.

Birgit Lawrenz

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