Protokoll 07.08.12

Die Sitzung wird von Özlem Ünsal geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Die Vorsitzende begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums, insbesondere die Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktionen und die Referentinnen. Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Die Tagesordnung wird genehmigt.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 5. Juni 2012
Es gibt keine Anmerkungen.

Top 4: Termine
Hier aufgeführt werden nur die Termine, die nach dem Protokollversand stattfinden.
Frau Fuhrken vom Interreligiösen Arbeitskreis lädt ein zum Interreligiösen Gebet am 2. September um 12.00 Uhr in der Pumpe in Kiel.
Die Sitzungstermine für 2013 des Forums für Migrantinnen und Migranten in Kiel werden vorgestellt und angenommen. Der Termin in den Sommerferien (2. Juli 2013) fällt aus. Die Terminübersicht liegt dem Protokoll bei.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
Bericht der Geschäftsführung Die Programme und Plakate der 20. Interkulturellen Wochen liegen vor und können von den Mitgliedern und Gästen mitgenommen werden. Es wird noch einmal auf die Jubiläumsfeier am 21. September im Rathaus hingewiesen. Petra Iwahn lädt ein, die Antirassismus-Ausstellung „Welche Hautfarbe siehst Du“ zu besuchen“, die im Eingangsbereich des Rathauses präsentiert wird. Im Rahmen der diesjährigen Internationalen Woche gegen Rassismus wurde sie erstellt, das Forum gehört zum Veranstalterkreis. Die Geschäftsführung weist auf das ausliegende Infomaterial hin: „Ratgeber 2012/2013 für Menschen mit Behinderung in der Landeshauptstadt Kiel“, „Frieden in Zeiten des Klimawandels?“ und „Einheitliche Behördennummer 115“.

Bericht des Vorstandes Das Kieler Forum für Migrantinnen und Migranten beteiligt sich mit einem Filmbeitrag an den diesjährigen Interkulturellen Wochen. In der Sitzung am 2. Oktober 2012 wird im Rathaus, Rotunde, um 17.00 Uhr der Film „Ja dann, gute Reise … – Abschiebungshaft in Schleswig-Holstein“ gezeigt. Özlem Ünsal lädt im Namen des Vorstandes alle Anwesenden herzlich ein. Özlem Ünsal greift noch einmal das Thema Internationale Woche gegen Rassismus auf und berichtet, dass für das Jahr 2013 ein gemeinsamer Filmspot mit dem THW geplant sei. Im Rahmen einer Sitzung des Begleitausschusses zum Aktionsplan Integration des Landes hielt Özlem Ünsal einen Vortrag zur Interkulturellen Öffnung der Ministerien.

Top 6: „Bildungsberatung Kiel-Ost“
Özlem Ünsal begrüßt Marta Jaskulke und Julia Muß vom Beratungsbüro „Bildungsberatung Kiel-Ost“.
Die Bildungsberatung Kiel-Ost ist ein Kooperationsprojekt der isfa – Interkulturelle Schule, Fortbildung und Ausbildung, dem RBZ – Regionales Berufsbildungszentrum und der Landeshauptstadt Kiel.
Das Bildungsberatungsbüro ist Ansprechpartner für Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen und –sozialarbeiter auf dem Kieler Ostufer. Es unterstützt Ratsuchende bei der Planung individueller Bildungswege. Dazu gehören sowohl Fragen nach einer geeigneten Kindertageseinrichtung als auch Informationen zum Übergang zwischen Kita – Grundschule – weiterführende Schulen – Ausbildung/Studium. Die Mitarbeiterinnen des Büros informieren über verschiedene Bildungsgänge, begleiten zu Terminen und arbeiten mit verschiedenen Bildungs-einrichtungen zusammen.
Auf Fragen aus dem Forum, ob auch Vorstellungsveranstaltungen bei Migrantenselbstorganisationen möglich seien, antwortet Frau Jaskulke, dass schon Termine abgesprochen seien, sie aber gern noch weitere vereinbaren möchte. Zur Laufzeit des Projektes gab die Referentin Ende 2012 an, allerdings bestände die Möglichkeit einer Verlängerung für 2013.
Frau Ünsal dankt Frau Jaskulke für die Vorstellung des Bildungsberatungsbüro Kiel-Ost.
Die Präsentation Bildungsberatung Kiel-Ostist dem Protokoll beigefügt.

Top 7: „Interkulturelle Bildungsberatung – Übergang Schule und Beruf“
Özlem Ünsal begrüßt Moritz Lorenzen von der Interkulturellen Bildungsberatung des Amtes für Schule, Kinder- und Jugendeinrichtungen der Landeshauptstadt Kiel.
Im Rahmen des XENOS-Programms „Integration und Vielfalt“ bietet die Landeshauptstadt Kiel die Interkulturelle Bildungsberatung zum Übergang von Schule und Beruf an. Unterschiedliche Bildungssysteme, unterschiedliche Erwartungen zu Inhalten und Aufgaben von Schule und das teilweise komplizierte deutsche Bildungs- und Ausbildungssystem machen es vielen Migrantinnen und Migranten schwer, sich zurechtzufinden. Der Projektleiter Moritz Lorenzen stellt das Angebot vor, Schülerinnen und Schüler individuell beim Übergang von Schulabschluss zu Ausbildungsplatz oder weiterer Bildungsmaßnahmen zu begleiten. Ein Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit den Eltern und Mitgliedern von Migrantenselbstorganisationen. In diesem Zusammenhang weist er auf die Interkulturelle Interessengemeinschaft Schule und Beruf hin. Dort treffen sich Bildungsbeauftragte von Migrationsselbstorganisationen und werden fortlaufend zum Thema Übergang Schule und Beruf weitergebildet. Ziel ist es, das hierbei erworbene Wissen gezielt an Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund in den eigenen Vereinen und Gruppen weiter zu geben.

Frau Ünsal dankt Herrn Lorenzen für die Information und das Angebot, sich an der Interkulturellen Interessengemeinschaft zu beteiligen. Sie weist darauf hin, dass derzeit 15 Bildungsbeauftragte an diesem Programm mitarbeiten und wie sinnvoll die gegenseitige Nutzung der Kompetenzen und die Vernetzung ist.

Top 8: „Kieler Stadtführungen“
Die Vorsitzende begrüßt Monika Römer-Jacobs, Mitarbeiterin des AWO-Landesverbandes Schleswig-Holstein.
Frau Römer-Jacobs bietet im IntegrationsCenter Mettenhof im Auftrag des Jobcenter Kiel eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (1-Euro-Jobs) an. Das Angebot „Startpunkt“ wendet sich an Frauen mit Migrationshintergrund. Die Gruppe besteht aus 18 Frauen, die Stadtführungen für Zugewanderte und Einheimische vorbereiten und durchführen. Die Projektteilnehmerinnen lernen ihre Stadt kennen, indem sie Recherchen zu Strukturen und Einrichtungen auch außerhalb ihres Stadtteiles durchführen. Informationen sammeln und auswählen, Stadtpläne lesen und zu einer Stadtführung entwickeln, sind wichtige Schritte im Rahmen dieses Projektes. Es werden deutsche Texte gemeinsam mit den Frauen zu den Stadtführungen entwickelt und in freier Rede geübt, bevor die Frauen Probeführungen anbieten. EDV-Kompetenzen, Fähigkeiten in der schriftlichen und mündlichen Ausdrucksweise, Aufbau von persönlichen Netzwerken werden so unterstützt und führen zu einer Stärkung des Selbstvertrauens und sollen eine berufliche Orientierung ermöglichen. Ziel ist eine gesellschaftliche und berufliche Teilhabe.
Auf Fragen aus dem Forum, wie die Gruppe zusammengesetzt sei, antwortete Frau Römer-Jacobs, dass die Teilnehmerinnen verschiedene Migrationshintergründe mitbringen. Die Frauen seien im Alter von 28 bis 56 Jahren. Die Bildungsabschlüsse der Teilnehmerinnen seien sehr unterschiedlich, es nehmen Frauen mit Studienerfahrungen sowie auch ohne Schulabschlüsse teil. Der Zugang zu diesem Projekt erfolgt über eine Zuweisung des Jobcenters, Frau Römer-Jacobs ermutigt allerdings auch das Forum, interessierte Frauen direkt zu ihr zu verweisen.
Özlem Ünsal bedankt sich bei Frau Römer-Jacobs für die Projektvorstellung.

TOP 9: „Heimat und Flucht – eine Postkartenaktion“
Frau Ünsal begrüßt Ingmar Wältring von der „Leitstelle Älter werden“ der Landeshauptstadt Kiel und Brigitte Harbering, Mitarbeiterin der KIBIS-Selbsthilfekontaktstelle.
Herr Wältring und Frau Habering stellen die Interkulturelle-Wochen-Veranstaltung „Heimat und Flucht – eine Postkartenaktion“ vor. Zum diesjährigen Schwerpunktthema „Flüchtlinge“ werden Menschen mit Migrationserfahrungen eingeladen, ihre persönlichen Erlebnisse, Erinnerungen und Erfahrungen anonym und auf Deutsch oder in der Muttersprache aufzuschreiben. Angesprochen sind Menschen, die nach 1945 durch Flucht und Vertreibung nach Kiel kamen genauso wie Migrantinnen und Migranten, die in jüngerer Vergangenheit in Kiel einen neuen Lebensort gefunden haben.
Die Postkarten und auch die Postkästen finden Interessierte bei der „Leitstelle Älter werden“ und im Referat für Migration (Stephan-Heinzel-Straße 2), in der Zentralbücherei im Neuen Rathaus, in Kieler Begegnungsstätten und Bürgertreffs sowie in Migrationsberatungsstellen. Präsentiert werden die gesammelten Postkarten vom 10. September bis 8. Oktober in der Zentral-bücherei im Neuen Rathaus gemeinsam mit der Ausstellung „Menschen und Länder, die uns bewegen“ der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten (ZBBS).
Geplant und durchgeführt wird die Aktion von der „Leitstelle Älter werden“ gemeinsam mit der Kieler Selbsthilfekontaktstelle KIBIS, dem AWO Kreisverband Kiel, dem Caritasverband für Schleswig-Holstein und der Katholischen Probsteigemeinde St. Nikolaus.

Özlem Ünsal dankt Frau Harbering und Herrn Wältring für ihre Vorstellung.
Die Präsentation Postkartenaktionist dem Protokoll beigefügt.

Top 10: Informationen aus Ausschüssen und Beiräten
Wegen der Sommerpause liegen keine Berichte vor.

Top 11: Neue Mitglieder
Neu im Forum ist die Ahmadiyya Muslim Gemeinde, vertreten durch Herrn Malik Shebbir. Vertretungsmitglied ist Herr Saad Ahmed.
Eine Änderung gibt es in der djo – Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Schleswig-Holstein. Neues Vertretungsmitglied ist Herr Hanno Hüwe, ausgeschieden ist Herr Ungerer.
Shefa e. V. entsendet in Zukunft Frau Yelena Alazova als Forumsmitglied, vertreten wird sie durch Herrn Jan Walencik. Ausgeschieden ist Herr Ahmad Al-Baghdadi.
Für die türkische Gemeinde Schleswig-Holstein e.V. ist in Zukunft Frau Sedef Atasoy im Forum, Vertretungsmitglied ist Frau Aysun Güneş.

Top 12: Sonstiges
Es liegen keine Wortbeiträge vor.

Petra Iwahn

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