Protokoll 12.11.2013

Die Sitzung wird von Dr. Hussein Anaissi geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Der Vorsitzende begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums, insbesondere Ratsherrn Oroshi (CDU), Frau Papo (Die Linke), Frau Scheffer vom Beirat für Seniorinnen und Senioren und Herrn Borchert von der Polizeidirektion Kiel, die Referentinnen und Referenten, Herrn Dr. Otto
vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund sowie Herrn Cassel von der Kieler Ausländerbehörde und zwei Vertreterinnen des Deutsch-Russischen Vereins, die den Verein in einer späteren Sitzung genauer vorstellen möchten. Später kommen Ratsfrau Yilmaz (SPD) und Herr Krieger (Bündnis 90/Die Grünen) dazu.
Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Der Vorsitzende kündigt an, dass während der Sitzung Fotos für die Webseite des Forums gemacht werden und bittet diejenigen, die nicht auf dem Foto sein möchten, Bescheid zu geben.

Mitglieder des Forums und Gäste der Sitzung

Mitglieder des Forums und Gäste der Sitzung


Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Die Tagesordnung wird genehmigt.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 1. Oktober 2013
Es gibt keine Anmerkungen.

Top 4: Termine
Hier aufgeführt werden nur die Termine, die nach dem Protokollversand stattfinden.
18. – 28. November: Veranstaltungsreihe des Referates für Gleichstellung:
18. November, 18.00 Uhr, St. Nikolaikirche am Alten Markt, Gottesdienst zum Thema Gewalt gegen Frauen
25. November, ab 7.30 Uhr, Hauptbahnhof: Brötchentüten-Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“
28. November, ab 15.00 Uhr, Labyrinth im Werftpark Gaarden: Lichtfest am Labyrinth – Wege aus der Gewaltspirale
2. Dezember: Start eines neuen ESF-Bamf-Sprachkurses bei der Isfa. Es handelt sich um einen Sprachkurs mit technischer Orientierung. Der Kurs ist offen für alle Menschen unter 25 Jahren mit Migrationshintergrund. Die Teilnahme ist nicht an einen bestimmten Aufenthaltsstatus gebunden. Mehr Infos bei Jochen Lamp, Tel. 98 700 78 oder E-Mail: Jochen.Lamp@isfanet.de.

Frau Urazbakhtina berichtet von der Podiumsdiskussion am 27. September in Elmshorn, in der es um die Rolle der Integrationsbeauftragten in Schleswig-Holstein ging und an der auch Birgit Lawrenz teilgenommen hat. Es war eine erfolgreiche und gut besuchte Veranstaltung.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
Bericht des Vorstands
Der Vorsitzende berichtet von seiner Teilnahme bei der Gaardener Runde mit dem Schwerpunktthema Wohnen für ältere Migrant/innen im Gustav-Schatz-Hof. Die Wohnungen werden sehr gut nachgefragt und ein interkulturelles Café ist dort eingerichtet worden. Die Diakonie Altholstein ist sehr engagiert dort. Hussein Anaissi begrüßt das Projekt als gut und wichtig für Gaarden.
Ebenfalls teilgenommen hat Dr. Anaissi an der Kuratoriumssitzung Bürgerhaus Mettenhof. Das Forum ist Mitglied im Kuratorium. Hussein Anaissi lobt die Arbeit dort und begrüßt, dass Vereinen teilweise eine kostenlose Nutzung von Räumlichkeiten angeboten wird.
Zu einem Gespräch über eine zukünftige Zusammenarbeit haben sich Dr. Otto vom
Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) und der Forumsvorsitzende getroffen. Hussein Anaissi freut sich sehr über die Zusammenarbeit mit dem SHHB. Dies soll zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher im Forum behandelt werden. Vor einigen Jahren hatte Herr Koglin den SHHB schon einmal im Forum vorgestellt.

Bericht der Geschäftsführung
Birgit Lawrenz weist auf die endgültige Liste der Sitzungstermine des Forums für 2014 hin, die mit der Einladung verschickt worden ist. Ebenfalls verschickt wurde die Gesamtliste der Ratsversammlung, Ausschüsse und Beiräte zur Information für die Delegierten des Forums und alle Interessierten.
Am 5. November hat eine gemeinsame Sitzung des „AK kommunale Umsetzung des Nationalen Integrationsplanes“ mit den Foren und Runden Tischen in Schleswig-Holstein stattgefunden. Dort wurde darüber informiert, dass das Land Schleswig-Holstein ein neues Integrationskonzept erarbeiten wird. Die Teilnehmer/innen an dem Treffen haben eine möglichst frühzeitige Beteiligung der Partizipationsgremien und Träger der Migrationsarbeit eingefordert.

Top 5a: Diskussion und Abstimmung zum Versand der Teilnahmelisten mit dem Protokoll Birgit Lawrenz berichtet, dass Ratsherr Yildirim sich an das Referat gewandt habe mit der Bitte, die Anwesenheitslisten der Sitzungen regelmäßig mit dem jeweiligen Protokoll zu versenden. Hussein Anaissi erklärt, dass dies nur erfolgen solle, wenn die Mitglieder des Forums sich dafür aussprechen.
Die Abstimmung der Forumsmitglieder ergibt, dass der Versand der Teilnahmelisten mit einer Gegenstimme und ohne Enthaltungen abgelehnt wird.
Birgit Lawrenz weist darauf hin, dass die Teilnahmelisten der Mitglieder immer zusammen mit dem genehmigten Protokoll in das Ratsinformationssystem eingestellt werden und bei Interesse dort über die Webseite der Landeshauptstadt Kiel jederzeit eingesehen werden können.

Top 6: Vorstellung des Gesundheitsberichts zur gesundheitlichen Lage der über 60-jährigen Kielerinnen und Kieler, auch mit Blick auf Migrantinnen und Migranten.

Der Vorsitzende begrüßt Helena Keller aus dem städtischen Amt für Gesundheit. Frau Keller erklärt zunächst den Hintergrund des Berichtes, der als Ziel in der Gesundheitskonferenz im März 2011 formuliert worden war. Danach hat sich eine Arbeitsgruppe „Älter werden in Gaarden“ gegründet. Mit dem Bericht sollte die gesundheitliche Lage der über 60-Jährigen in Kiel abgebildet und dabei die Sozialräume und der Migrationshintergrund berücksichtigt werden. Im
Frühjahr 2012 wurde eine Gesundheitsumfrage in Gaarden durchgeführt, die z. B. eingegangen ist auf den subjektiv empfundenen Gesundheitszustand, auf seelische Probleme, auf das Gesundheitsverhalten, die Wohnqualität und das Wohnumfeld sowie die Einbindung in soziale Netzwerke. Zu erkennen war dabei, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gibt und dass Prävention ein wichtiges Feld für zukünftige Aktivitäten seil sollte. Weiter geht es, indem am 20. November eine Veranstaltung mit Fachleuten im Amt für Gesundheit stattfindet, in der diskutiert werden soll, wo die Gründe für fehlende Vorsorge und für bestimmte Krankheiten liegen. Es ist noch möglich, sich für diese Veranstaltung anzumelden.
Die anschließende Diskussion im Forum geht auf Sprach- und Verständigungsprobleme im Gesundheitsbereich ein und in welche Richtung die künftige Arbeit gehen soll, z. B. im Bereich Ernährungsberatung. In Bezug auf die Gesundheitsumfrage teilt Frau Keller auf Nachfrage mit, dass es sich nicht um eine wissenschaftliche Studie handele. Frau Keller weist auf die Veranstaltung in der kommenden Woche hin, die klären soll, welche Schritte künftig vorrangig unternommen werden sollten.
Die Präsentation von Frau Keller ist dem Protokoll beigefügt. Der komplette Gesundheitsbericht kann unter diesem Link
heruntergeladen werden.
Der Vorsitzende dankt Frau Keller für diese interessanten Informationen.

Vortragende bei der Forumssitzung im November 2013

Vortragende bei der Forumssitzung im November 2013


Top 7: „LeuchtWerk – Kreativ mit Medien“
Hussein Anaissi begrüßt die Referentin für das Medienprojekt Ina Gursinski. Frau Gursinski entschuldigt ihre angekündigten Kolleginnen, die erkrankt sind. Sie berichtet, dass in dem Projekt Studierende verschiedener Fachbereiche aus der Uni Kiel und der FH vertreten sind. Sie möchten ihre große Bandbreite an Wissen ehrenamtlich einsetzen und haben daher die Initiative LeuchtWerk gegründet. Sie bieten Workshops an, in denen journalistische Kompetenz und medienrelevante Themen behandelt werden. Die Jugendlichen können das Gelernte aus den Workshops direkt anwenden und sich mit eigenen Ideen einbringen. Als Beispiel berichtet Frau Gursinski aus der Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsschule Hassee. Bei den gebundenen
Ganztagsschulen seien schon Workshops am Nachmittag in den Unterricht eingebaut worden. Außerdem bietet LeuchtWerk auch Workshops am Wochenende an.
Mit der Vorstellung in verschiedenen Gremien möchten sie Jugendliche gewinnen für ein Magazin von und für Jugendliche. Dabei ist auch an eine längerfristige Zusammenarbeit und den Aufbau eines Netzwerkes gedacht.
Ina Gursinski erklärt auf Anfrage, dass sie flexibel seien und gern auch in Vereine kommen, um ihr Anliegen vorzustellen. Bei Kooperationspartnern denken sie z. B. an Jugendhäuser, aber Organisationen verschiedenster Art und in allen Stadtteilen seien denkbar.
Die Präsentation mit den Kontaktdaten ist dem Protokoll beigefügt.

TOP 8: Mitgliedsorganisationen stellen sich vor: die Ahmadiyya Muslim Gemeinde
Der Vorsitzende begrüßt Sheyan Ahmad und Rafiq Ahmad, die die Ahmadiyya Muslim Gemeinde vorstellen. Beide danken für die Möglichkeit, die Aktivitäten der Gemeinde hier zu präsentieren und erklären, dass die Gemeinde seit dem 11. Juni 2013 eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist. Sie beschreiben die verschiedenen Felder, in denen die Gemeinde aktiv
ist, wie z. B.
– die Hilfsorganisation Humanity First
– das Neujahrsputzen
– die Blutspendeaktion
– den Charity Walk,
– die Altersheim-Besuche durch Kinder und Jugendliche
– die Flyerverteilung, um Vorurteile und falsche Bilder vom Islam abzubauen
– die Baumpflanzaktion, in Kiel in Begleitung der Oberbürgermeisterin am 16. April 2013
– der Tag der Religionsstifter, an dem Vertreter/innen verschiedener Religionen eingeladen werden
– den Tag der offenen Tür
– die jährliche Hauptversammlung
Darüber hinaus wird z. B. in Hessen Islamunterricht in deutscher Sprache angeboten. Als interne Aktionen, auch für Nichtmitglieder, werden Koranunterricht und Moscheeführungen angeboten. Im Nachhilfeforum helfen sich Jugendliche untereinander.
Die Präsentation ist dem Protokoll beigefügt.
Herr Ben Aissa ergänzt, dass sich die Gemeinde im Rahmen von Humanity First nicht nur in anderen Ländern, sondern auch in Deutschland, z. B. bei den Flutkatastrophen der letzten Jahre, beteiligt habe.
Auf Nachfrage erklärt Herr Ben Aissa den Namen Ahmadiyya, der auf den weltlichen Namen des Heiligen Propheten „Ahmad“ zurückginge. „Mohammed“ sei der spirituelle Name. Die Gemeinde sei international und vor 124 Jahren in Indien gegründet worden. Ihr gehören 10 % der Muslime in der Welt an. Die Kieler Gemeinde sei mit etwa 220 Mitgliedern relativ klein. Die Bezeichnung „Jamaat“ bedeute „Gemeinde/Gesellschaft“ auf Arabisch. Herr Ben Aissa beantwortet weitere Fragen zu den Wohltätigkeitsaktivitäten und den Blutspendeaktionen.

TOP 9: Übersetzung städtischer Publikationen
Birgit Lawrenz erinnert an die Kritik an Übersetzungen städtischer Veröffentlichungen, die auch im Forum mehrfach Thema gewesen ist. Zuletzt waren dazu im Februar eine Vertreterin der Pressestelle und ein Vertreter der Leitstelle für Menschen mit Behinderung im Forum, da es unter anderem konkret um die „Perspektiven“ für Menschen mit Behinderung ging (siehe Protokoll vom 5. Februar). Birgit Lawrenz möchte das Forum über die weitere Entwicklung informieren.
Nach intensiven Gesprächen der Pressestelle mit verschiedenen Abteilungen des Amtes für Familie und Soziales wurde eine Vereinbarung entwickelt, die Qualitätsstandards für Texte, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit übersetzt werden, festlegt. Danach werden zukünftig Aufträge nur an Übersetzer/innen vergeben, die einem der drei Berufsverbände „Bundesverband
der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ)“, „Assoziierte Dolmetscher und Übersetzer in Norddeutschland e. V. (ADÜ-Nord)“, „Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e. V. (ATICOM)“ angehören. Die Berufsverbände stellen anspruchsvolle Kriterien an die
Dolmetscher/innen und Übersetzer/innen, die hier aufgenommen werden. Bei der Vergabe von Aufträgen soll außerdem darauf geachtet werden, dass immer eine Kontrolle der Übersetzung nach dem Vier-Augen-Prinzip stattfindet. Mit diesen Standards soll eine hohe fachliche Qualität und der direkte Kontakt zu der Übersetzerin oder dem Übersetzer hergestellt werden. Da bei dieser Vorgehensweise höhere Kosten als bei der bisherigen Vergabe an Übersetzungsbüros gerechnet werden muss, soll kritisch überprüft werden, ob und in welchen Sprachen eine Übersetzung tatsächlich notwendig und sinnvoll ist. Zu prüfen ist dabei, ob man die Zielgruppe auf anderen Wegen sogar effektiver erreichen könnte und ob möglicherweise bei Veröffentlichungen eine kurze Einführung in mehreren Sprachen und der Hinweis auf Stellen,
die bei der Erklärung behilflich sein könnten, sinnvoller wären. Diese Vereinbarung gilt zunächst nur für das Amt für Familie und Soziales und soll hier erprobt werden.

TOP 10: Informationen aus Ausschüssen und Beiräten

Ausschuss für Schule und Sport: Hussein Anaissi berichtet über die aktuelle Renovierung an Schulen.
Jugendhilfeausschuss: Idun Hübner berichtet über die Vorstellung des Jugendhauses Nordlicht für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, das auch im Forum bereits vorgestellt wurde (siehe September-Protokoll).
Ausschuss für Soziales, Wohnen und Gesundheit: Dieter Valiev berichtet über eine Vorlage zur muttersprachlichen Begleitung von Frauen in schwierigen Lebenslagen und weist auf eine neue Maßnahme des Kultur- und Bildungszentrums Kaukasus im Mehrgenerationenhaus hin.
Birgit Lawrenz ergänzt, dass als nächster Schritt ein Gespräch mit den Frauenfacheinrichtungen geplant sei und dass sie im Forum über den weiteren Verlauf informieren wird.

TOP 11: Mitgliederänderungen
Für den AWO-Landesverband ist Frau Charlotte Sauerland als neue Stellvertretung und Nachfolgerin von Eylem Wetzel im Forum.
Für den AWO-Kreisverband ist Herr Asalettin Soylu als Stellvertreter ausgeschieden. Günay Turan ist zurzeit einzige Vertreterin für den Verband.
Für die Isfa ist Herr Sedat Sevi ausgeschieden, Herr Jochen Lamp ist zurzeit einziger Vertreter.

Mitglieder des Forums und Gäste

Mitglieder des Forums und Gäste


TOP 12: Sonstiges
Es werden keine Punkte benannt.

Der Vorsitzende schließt die Sitzung um 18.40 Uhr.

Das Forum trifft sich das nächste Mal am 3. September 2013.

Birgit Lawrenz

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