Protokoll 03.06.2014

Die Sitzung wird von Dr. Hussein Anaissi geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Der Vorsitzende begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums, insbesondere Ratsherrn Yıldırım von Pickardt (CDU) und Herrn Zangana (Bündnis 90/Die Grünen), sowie Herrn Borchert (Polizeidirektion Kiel).
Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Auf Wunsch von Ratsherrn Yıldırım von Pickardt wird als neuer Punkt 9 das Thema „Budget des Forums für Migrantinnen und Migranten“ eingefügt. Die darauffolgenden Punkte verschieben sich.
Mit dieser Änderung wird die heutige Tagesordnung genehmigt.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 6. August 2013
Im Protokoll der Sitzung vom 6. Mai 2014 wird unter Punkt 4 „Termine“ folgende Änderung eingefügt:
„Sonntag, 20. Juli, 14.00 Uhr bis … open end: Barbecue-Sommerfest der Nigerian Community im Sport- und Begegnungspark Gaarden.“
Mit dieser Änderung wird das Protokoll genehmigt.

Top 4: Termine
Es werden nur Termine benannt, die nach dem Protokollversand stattfinden.
– 21. bis 29. Juni, 14.00 – 22.00 Uhr, Hafenbecken Hörn, gegenüber dem Hauptbahnhof: „Das Flüchtlingsboot – eine Kunst-Aktion“, Ausstellung, Informationen und Gespräche zur Asyl- und Migrationspolitik. Veranstaltungsflyer liegen als Tischvorlage aus.
– 29. Juni, 12.00 Uhr, Veranstaltungszentrum Pumpe: „Interreligiöses Gebet“ des Interreligiösen Arbeitskreises.
– Vorankündigung: 10. September, Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer und des Wirtschaftsbüros Gaarden. Weitere Informationen und Einladungen folgen.
– Vorankündigung: 7. September, „Tag des Sports“, am Winterbeker Weg. Weitere Informationen und Plakate folgen.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
Bericht des Vorstands
Der Vorsitzende erinnert an die Gaardener Kulturtage vom 8. bis 11. Mai als eine wunderbar gelungene Veranstaltungsreihe.

Bericht der Geschäftsführung
Petra Iwahn weist darauf hin, dass das Referat für Migration in letzter Zeit vermehrt Mails als unzustellbar zurückerhalten habe. Eine Umstellung der Mailprogramme bei den Forumsmitgliedern könnte der Grund sein. Sie bittet darum, dies zu prüfen und bei Schwierigkeiten das Referat zu benachrichtigen.

Top 6: Kultursensible Gesundheitsförderung für Menschen ab 60 Jahren in Kiel-Gaarden Der Vorsitzende begrüßt Frau Andrea Böttger vom Amt für Gesundheit.
Frau Böttger berichtet über Ergebnisse der Tagung „Kultursensible Gesundheitsförderung für Menschen ab 60 Jahren in Kiel-Gaarden“.
Die Arbeitsgruppe bestand aus Seniorinnen und Senioren sowie aus Menschen, die im Gesundheitsbereich beruflich tätig sind, aus Ehrenamtlichen im Bereich Sportvereine und Mitgliedern der Beiräte und Migrantenvertretungen.
Der Kieler Gesundheitsbericht hatte zuvor festgestellt, dass die meisten Erkrankungen der Kieler Bevölkerung über 60 Jahre zu den sogenannten „vermeidbaren Erkrankungen“ gehören, zum Beispiel Herz-Kreislauferkrankungen. Gesundheitsfördernde Ernährung und ein aktiver
Lebensstil sind für die Gesunderhaltung, Vorbeugung und auch Genesung von großer Bedeutung.
Rahmenbedingungen, die eine gesunde Ernährung und einen aktiven Lebensstil behindern können, wurden in personelle, soziokulturelle, gesellschaftliche/strukturelle und umweltbezogene Barrieren eingeteilt. Angst und Misstrauen von Seiten der älteren Migrantinnen und Migranten, oder auch mangelnde Sprachkenntnisse und religiöse Gründe wurden benannt. Besonders prägnant sei aber auch die mangelnde Wertschätzung, die den älteren Migrantinnen und Migranten und ihren Bedürfnissen entgegengebracht wird. Es werden zu wenig zielgruppenspezifische Angebote entwickelt und unzureichend beworben.
Um ein positives Ernährungs- und Bewegungsverhalten zu fördern ist es wichtig, persönlichen Kontakt zur Zielgruppe herzustellen, Multiplikatoren in Vereinen zu gewinnen und mehr Aufklärung zu betreiben.
Die gesamte Tagungsdokumentation ist auf der Internetseite der Landeshauptstadt Kiel eingestellt unter folgendem Link
http://www.kiel.de/leben/gesundheit/gesundheitsberichterstattung/_dokumente/Tagungsdokumentation_kultursensible_Gesundheitsfoerderung.pdf

Hussein Anaissi dankt Frau Böttger für ihre Informationen.
In der anschließenden Fragerunde wird diskutiert, dass Gesundheitserziehung natürlich schon sehr viel früher, schon im Kinderalter anfangen müsse. Frau Böttger versichert allerdings, dass
auch ältere Menschen sehr wohl ihre Lebensgewohnheiten noch ändern können. Wichtig sei in allen Fällen die richtige Kontaktaufnahme. In diesem Zusammenhang wurde die Rolle der Vereine als Multiplikatoren und Vermittler herausgestellt, aber auch die Vorbildfunktion eines jeden
Erwachsenen. Von Seiten eines Sportvereins wurde auf die notwendige Finanzierung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern verwiesen. Es wurde allerdings auch von privaten, kostenlosen Bewegungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel das gemeinsame Spazierengehen, berichtet. Ein Gast berichtet über die erfolglose Anfrage, das Freibad Katzheide zu bestimmten Zeiten
als Frauenbad zu nutzen.

Top 7: „Grüne Damen und Herren“
Hussein Anaissi begrüßt Frau Sigrid Pauls.
Die ehrenamtlichen Damen und Herren bieten in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen an, für Gespräche oder auch für kleine Unterstützungen auf den Stationen zur Verfügung zu stehen. In Deutschland gibt es ein Netzwerk von 11.000 Damen und Herren, die 1,8 Millionen Arbeitsstunden pro Jahr ableisten. Frau Pauls arbeitet im Städtischen Krankenhaus ehrenamtlich als Einsatzleiterin. Dort unterstützen pro Tag ca. 8 Personen in der Zeit von 9 bis 12 Uhr an 6 Tagen in der Woche mit ihrem Angebot das Betreuungspersonal des Krankenhauses.
Die Ehrenamtlichen treffen sich alle zwei Wochen zu einem Gruppentreffen. Sie werden auf ihre Arbeit vorbereitet und dabei begleitet, so dass sie als professionell arbeitende Laien angesehen werden. Während ihrer Arbeit sind sie über die Berufsgenossenschaft versichert. Zusätzlich
erhalten sie Verpflegung und Kleidung über die Klinik sowie eine geringe Aufwandsentschädigung.
Eine ausführliche Präsentation mit Ergänzungen ist dem Protokoll angehängt.
Der Vorsitzende dankt Frau Pauls für die Informationen.

In der anschließenden Gesprächsrunde berichtet ein Forumsmitglied von den sehr guten Erfahrungen, die er in seinem engsten Umfeld mit der Betreuung durch die Grünen Damen und Herren erlebt hat.

Top 8: Mitgliedsorganisationen stellen sich vor: Der Interreligiöse Arbeitskreis
Der Vorsitzende begrüßt Herrn Janos Darvas.
Der Interreligiöse Arbeitskreis ist eine Vernetzung von vielen in Kiel praktizierenden Religionsgemeinschaften und aktiv an interreligiösen Tätigkeiten interessierten Einzelpersonen. Ziel ist der Dialog und der Kontakt zwischen unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften. Ein Sprecherkreis koordiniert die Zusammenarbeit und organisiert die Arbeitstreffen. Zu den Aktivitäten des Kreises gehören das Interreligiöse Gebet, zu dem dreimal jährlich eingeladen wird. Der nächste Termin ist der 29. Juni 2014, 12 Uhr im Veranstaltungszentrum Pumpe. Ebenfalls
dreimal im Jahr findet eine Arbeitskonferenz des Kreises statt. Im September, im Rahmen der Interkulturellen Woche, bietet der Arbeitskreis traditionell die interreligiöse Stadtrundfahrt an.
Derzeit befindet sich der Interreligiöse Arbeitskreis in einer personellen Übergangsphase und Herr Darvas erinnert an dieser Stelle nochmals an die sehr erfolgreiche Arbeit von Frau Gudrun Fuhrken, die Anfang dieses Jahres aus dem Kreis ausgeschieden ist.

Hussein Anaissi dankt Janos Darvas für die Vorstellung des Interreligiösen Arbeitskreises.
Ein Bericht von Herrn Darvas ist dem Protokoll angehängt.

Top 9: Erhöhung des Budgets für das Forum für Migrantinnen und Migranten
Der Vorsitzende bedankt sich beim CDU-Ratsherrn Çetin Yıldırım von Pickardt, dass er diesen Punkt als neuen Tagesordnungspunkt vorgeschlagen hat und begrüßt es, dass das Thema „Budget“ diskutiert wird.
Herr Yıldırım von Pickardt regt an, sich mit Politik und Verwaltung zusammenzusetzen, um eine Erhöhung des Forumsbudgets vorzubereiten. Er habe dazu schon Kontakt zur SPD-Fraktion aufgenommen, da aus seiner Sicht ein interfraktioneller Antrag anzustreben sei. Die Aufgaben des Forums haben sich im Laufe der Zeit ausgeweitet und die landesweite, zum Teil bundesweite Vernetzung erfordere immer wieder Fahrtkosten. Dieser Veränderung müsse Rechnung getragen werden. Er schlägt als Diskussionsgrundlage eine Erhöhung auf 5.000 € vor. Eine Ungleichbehandlung mit anderen Gremien wie zum Beispiel Beiräten sei nicht zu begründen, er könne sich auch eine Regelung vergleichbar mit Ortsbeiräten vorstellen.
Der Vorsitzende dankt Herrn Yıldırım von Pickardt dafür, sich für die Belange des Forums so engagiert einzusetzen.
In einer kurzen Diskussion stimmen die Mitglieder des Forums der Einschätzung von Herrn Yıldırım von Pickardt zu und begrüßen seinen Vorschlag. Herr Zangana unterstützt das Anliegen und sichert zu, den Vorschlag seiner Ratsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen zu unterbreiten.
Er regt an, das Thema auf der nächsten Sitzungssitzung erneut zu diskutieren.

Top 10: Stand der Vorbereitungen für die Interkulturelle Woche
Hussein Anaissi berichtet von den Vorbereitungen zum Interkulturellen Umzug am 20. September 2014 und ruft die Mitglieder auf, sich daran zu beteiligen und sich anzumelden. Herr Diogu regt in diesem Zusammenhang dazu an, dass eine Getränkeversorgung während des Umzuges eingeplant werden sollte. Frau Iwahn wird diesen Vorschlag mit in die Vorbereitungsgruppe nehmen und eventuell wegen der Durchführung nochmal Kontakt zu Herr Diogu aufnehmen.
Die Gemeinschaftsveranstaltung des Forums mit den städtischen Beiräten „Diskriminierung und wie man sich dagegen wehren kann“ findet am 23. September um 17.00 Uhr statt und Hussein Anaissi hofft auf rege Beteiligung.
Am Samstag, den 28. September findet von 11 – 17 Uhr im Holstentörn der Aktionstag „Willkommen in Kiel“ statt.

Top 11: Information aus Ausschüssen und Beiräten
Es gibt keine Informationen.

Top 12: Mitgliederänderungen
Eine Änderung gibt es im Kurdischen-Kultur-Zentrum: Neues Mitglied ist Frau Naurus Amin, neue Stellvertretung ist Frau Galauesh Zangana.
Neu im Forum vertreten ist der Verein aserbeidschanischer Studierender und Wissenschaftler (VASW e.V) mit Herrn Samir Abbasov.
Der Vorsitzende begrüßt Frau Dursiye Aytekin. Sie ist Stellvertreterin von Frau Nejla YılmazYığit, die den Türkischen Elternbund e.V. Kiel vertritt. Der Türkische Elternbund ist neues Mitglied im Forum.
Ausgeschieden ist der Verein Shefa mit dem Mitglied Frau Yelena Alazova.

Top 13: Sonstiges
Es werden keine Punkte benannt.

Der Vorsitzende schließt die Sitzung. Das Forum trifft sich das nächste Mal am 1. Juli.

Petra Iwahn

Dieser Beitrag wurde unter Protokolle 2014 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.