Protokoll 07.10.2014

Die Sitzung wird von Dr. Hussein Anaissi geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Der Vorsitzende begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums, insbesondere die Referentinnen Frau Veldten, Frau Rau, Frau Poppenborg sowie den Vertreter der Polizei Herrn Borchert und die Vertreterin des Beirates für Seniorinnen und Senioren Frau Scheffer. Vertreterinnen und Vertreter der Politik sind nicht anwesend.
Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.
Zu Beginn der Sitzung werden Fotos für den Flyer und den Online-Auftritt des Forums gemacht.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Es gibt keine Änderungswünsche.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 2. September 2014
Es gibt keine Anmerkungen.

Top 4: Termine
Es werden nur Termine benannt, die nach dem Protokollversand stattfinden.
– Mittwoch, 29. Oktober, 18.00 Uhr, Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde Kiel, Flintbeker Straße 7: „Festakt zum Opferfest“
– Mittwoch, 12. November, 18.30 Uhr, Pumpe Kiel., Haßstraße 22: „Mandarin“, ein estnischer Film über Fragen der Integration & Zusammenarbeit.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
Bericht des Vorstands:
Dieter Valiev berichtet vom Treffen der landesweiten Runden Tische und Migrationsforen und wird ergänzt durch Eilean Layden vom AWO-Landesverband. Diese Treffen sollten hinführen zu der Gründung eines landesweiten Gremiums, das die Landesregierung bei der Erarbeitung eines Integrationsplanes berät. Dies wird von Landesseite nicht mehr als notwendig erachtet. Daher ist auch die Gründung eines landesweiten Forums nun in Frage gestellt.
Vorstand und Mitglieder des Forums äußern ihre große Enttäuschung über diese Haltung des Landes und bitten darum, dies dem Innenministerium zur Kenntnis zu geben.
Der Vorsitzende stellt fest, dass der September ein gefüllter Monat mit verschiedenen Aktivitäten des Forums war. Er berichtet von den Stadteilfesten, auf denen das Forum vertreten war, sowie von den Veranstaltungen der Interkulturellen Woche wie Interkultureller Umzug, die gemeinsame Veranstaltung der Beiräte und des Forums zu Diskriminierung und dem Aktionstag im Holstentörn, bei dem er ein Interview zur Willkommenskultur und zum Forum gegeben habe. Die Veranstaltung zu Diskriminierung sei sehr gelungen, auch die gemeinsame Vorbereitung habe viel Freude gemacht. Er hofft, dass die Zusammenarbeit weiter gehe und dass auch der Beirat für Menschen mit Behinderung eine Vertretung in das Forum schicken kann. Frau Scheffer ergänzt, dass für den 30. Oktober ein Treffen zur Nachbereitung und zur zukünftigen Zusammenarbeit stattfindet. Der Beirat für Seniorinnen und Senioren war sehr erfreut, wie viele Menschen bei dieser Veranstaltung waren, fanden sie sehr gelungen und würden gern weiter zusammenarbeiten.
Mit einem Applaus geht ein besonderer Dank an Reinhard Pohl.
Hussein Anaissi berichtet, dass das Forum bei der Veranstaltung der IHK zur Existenzgründung am 1. Oktober mit einem Informationsstand vertreten war.
Der Vorsitzende betont die Solidarität des Forums mit dem Verband der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein, nachdem am 2. Oktober die Landesgeschäftsstelle in Kiel angegriffen worden war.

Bericht der Geschäftsführung:
Birgit Lawrenz stellt die derzeitige Praktikantin des Referats für Migration Julia Bartmann vor, die sie beim Protokoll unterstützen wird.
Frau Lawrenz weist daraufhin, dass die Flyer des Forums vergriffen sind und nachgedruckt werden müssen. Sie bittet um Rückmeldungen, ob es Änderungswünsche gibt. Dazu wird der Flyer an die Mitglieder versandt.

Top 6: Bildungskonferenz und Internet-Dialog
– Mittwoch, 5. November, 13.00 – 18.00 Uhr, Kieler Rathaus, Ratssaal: „3. Kieler Bildungskonferenz: Starke Familien in Kiel – von Anfang an!“
Anmeldung bis zum 31. Oktober
Annika Poppenborg, Bildungsmanagement bei der Landeshauptstadt Kiel, informiert über die geplanten Aktivitäten. Die Bildungskonferenz findet seit 2012 jährlich zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen statt. Im Fokus der diesjährigen Konferenz stehen Familien mit Kindern im Alter von 0-3 Jahren. Ziel ist, ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren, was verbessert werden kann. Die Ergebnisse der Konferenz sollen ausgewertet und mit Verbänden und Trägern aus dieser Arbeit diskutiert werden.
Der Austausch von Erfahrungen und Ideen soll über diese Konferenz hinaus in Form eines Online-Dialogs fortgesetzt werden: vom 5. bis 30. November kann unter www.kielerbildungsdialog.de mitgeredet, Ideen diskutiert und weiterentwickelt werden.
Der Einladungsflyer zur Konferenz ist dem Protokoll beigefügt.

Top 7: Bewerbungsbüro für Migrantinnen und Migranten
Barbara Veldten, Jobcenter, und Gabriele Rau, Berufsbildungsstätte Kiel, berichten über das neue Angebot.
Bei dem Bewerbungsbüro handelt es sich um eine Kooperation des Jobcenters mit der Handwerkskammer Lübeck, Berufsbildungsstätte Kiel. Frau Veldten berichtet über die Hintergründe des Projekts. Im Bereich Bewerbung und Unterstützung, insbesondere in der Muttersprache, war im Jobcenter und bei den Migrationsberatungsstellen hoher Bedarf festgestellt worden, der bisher nicht abgedeckt wurde. Das Projekt wurde im Arbeitskreis „Job und Migration“ besprochen und das Büro ist seit dem 1. September in der Langen Reihe 22 in Kiel geöffnet.
Nach dieser Einführung stellt Frau Rau das Bewerbungsbüro und die Arbeit der Berufsbildungsstätte in einer Präsentation näher vor. Auch wenn es sich bei dem Träger um die Handwerkskammer handelt, ist das Büro auch offen für Bewerberinnen und Bewerber, die sich nicht auf einen Handwerksjob bewerben möchten. Jedoch liegen die besonderen Kompetenzen im Handwerksbereich. Ein Anliegen der Handwerkskammer sei auch, die Menschen möglichst früh für das Handwerk zu interessieren, unter anderem, da sich der Fachkräftemangel hier deutlich zeige. Es gäbe viele unbesetzte Lehrstellen.
Im Team des Bewerbungsbüros arbeiten Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Lebensläufen und Sprachen. Durch den eigenen Migrationshintergrund falle es ihnen leichter, sich in die Ratsuchenden einzufühlen. Das Angebot gilt nicht nur für Kund/innen des Jobcenter, sondern für alle, die Unterstützung brauchen. Bisher kann in den Sprachen Polnisch, Kroatisch, Englisch, Französisch, Arabisch und Persisch beraten werden, es sollen noch weitere Sprachen hinzukommen.
Das Büro soll eine informelle Atmosphäre transportieren und nicht den gewohnten Behördencharakter haben.
Die Informationen sind dem Protokoll beigefügt: Präsentation und Flyer
Im Zusammenhang damit weist Frau Veldten auf ein weiteres Angebot hin: in Kooperation mit der Deutschen Angestellten-Akademie gibt es ein weiteres Projekt „BeSt Werftstraße -Bewerberbüro und Anlaufstelle für antragstellende Bulgaren und Rumänen des Jobcenters Kiel“ in der Werftstraße 202-206.
Für beide Angebote wurden Flyer verteilt.
In der anschließenden Diskussion wird festgestellt, dass die Handwerkskammer für Fragen zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen im Bereich des Handwerks zuständig ist, aber bei anderen Berufen an die zuständigen Stellen weiterleite. Sie arbeiten hier mit dem IQ-Netzwerk zusammen.
Betont wird, dass die muttersprachlichen Kräfte vor allem für die Begrüßung, den ersten Kontakt und die Weiterleitung an die entsprechende Fachkraft zuständig seien. Die Einzelgespräche werden von den Angestellten geführt. Betont wird außerdem, dass das Büro keine Übersetzungsarbeit leistet, sondern sprachliche Unterstützung im Rahmen der Beratung.
Zum Kostenproblem bei Übersetzungen informiert Frau Veldten, dass das Jobcenter die Kosten nur übernehmen könne, wenn es direkt für eine Arbeitsaufnahme nötig sei.

Top 8: Mitgliedsorganisationen stellen sich vor: Nigerian Community Kiel e.V.
Ben Dozie Sheriff Diogu stellt den Verein vor. Hervorgegangen aus einer ehemaligen Studierendenunion ist die Nigerian Community seit 2010 ein eingetragener Verein mit ca. 30 Mitgliedern. Es sei eine sehr lebendige Community und jede/r könne Mitglied werden.
Immer am 1. und letzten Sonntag im Monat trifft sich der ganze Verein und an jedem 2. Sonntag im Monat gibt es ein Frauentreffen. Die Treffen finden im Vinetazentrum statt. Ziel des Vereins sei, bei der Integration in Deutschland zu helfen und Kultur und Bildung für die Kinder anzubieten. Herr Diogu lädt nochmals herzlich zur Feier zum nigerianischen Unabhängigkeitstag am 11.10. ein.

Top 9: Beteiligung des Forums an Veranstaltungen und Stadtteilfesten – Rückblick
Der Vorsitzende berichtet vom Auftakt der Interkulturellen Woche, dem Interkulturellen Umzug am 20. September in Kiel. Die engagierten Reden des Landtagspräsidenten und des Sozialdezernenten wurden gelobt. Trotz allem kritisiert Herr Dr. Anaissi, dass nur sehr wenige aus dem Forum anwesend waren, gerade da es im Referat für Migration Überlegungen gibt, ob es den Umzug weiterhin geben soll. Er fordert die Mitglieder auf, bei Veranstaltungen, bei denen das Forum Mitveranstalter ist, zahlreich zu erscheinen. Die Beteiligung an Stadtteilfesten sei sehr wichtig, da eine Aufgabe des Forums sei, als Brücke zu dienen. Ein besonderer Dank geht an Frau Dickhoff, Frau Probst und Frau Layden, die regelmäßig dabei sind.

Top 10: Informationen aus Ausschüssen, Arbeitskreisen und Beiräten
Edina Dickhoff berichtet von der Auftaktveranstaltung im Rathaus zum Beteiligungsverfahren des Projekts „Kultur und Kreativwirtschaft“. Das Projekt soll im Herbst 2015 abgeschlossen werden. Das Beteiligungsverfahren biete gute Möglichkeiten, sich einzubringen für die Zukunft der Stadt. Vom Forum sei leider niemand dabei gewesen. Frau Dickhoff ruft alle auf, das, was im Forum bewegt werde, dort einzubringen. Da es ein offenes Beteiligungsverfahren sei, habe jede/r die Möglichkeit und sollte sie nutzen. Dieter Valiev appelliert ebenfalls an die Mitglieder des Forums und stellt fest, dass bei 40 Mitgliedern doch viel erreicht werden könne.

Top 11: Mitgliederänderungen
Türkischer Elternbund: Neues Mitglied ist Herr Melih Düsel, ausgeschieden ist Frau Nejla Yılmaz-Yığıt. Stellvertretung bleibt Frau Dursiye Aytekin
Der Christliche Verein zur Förderung sozialer Initiativen wechselt zum Gaststatus.

Top 12: Sonstiges
Es gibt keine Punkte.

Die Sitzung wird um 18.30 Uhr geschlossen.

Julia Bartmann/Birgit Lawrenz

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