Protokoll 03.03.2015

Die Sitzung wird von Dr. Hussein Anaissi geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Der Vorsitzende begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums sowie Herrn Zangana von der Ratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN.
Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Es gibt keine Änderungswünsche.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 3. Februar 2015
Unter Top 13 „Sonstiges“ ist die Telefonnummer von Frau Gülaydın im Amt für Gesundheit falsch geschrieben. Sie muss heißen 901-4204. Weitere Anmerkungen gibt es nicht.

Top 4: Termine
– Herr Zangana kündigt ein Gespräch in der Fraktion zum Thema Flüchtlinge an, zu dem Vertreter des Forums eingeladen werden sollen.
– Frau Scheffer vom Beirat für Seniorinnen und Senioren lädt ein zur konstituierenden Sitzung des Beirates am kommenden Donnerstag. Dort werden auch die Vertretungen für die verschiedenen Gremien sowie der Vorstand gewählt.
– Mittwoch, den 18. März, 18.00 Uhr, Habib Moschee, Flintbeker Straße 7: Zum Thema „Kalifat – Frieden & Gerechtigkeit, Entgegnung zum IS/ISIS“ lädt die AhmadiyaGemeinde ein.
– Reinhard Pohl weist auf mehrere Veranstaltungen hin, die bereits in den nächsten Tagen stattfinden. Sie werden per E-Mail an das Forum verschickt.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
Bericht des Vorstands
 Hussein Anaissi kündigt die Einladung zu seinem Abschied als Vorsitzender des Forums für die letzte Aprilwoche an.
 Dieter Valiev berichtet vom letzten Treffen des Bündnisses „Das ist unsere Stadt“. Eine neue Demo wird zurzeit geplant, die am 8. Mai unter dem Motto „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ stattfinden soll. Aus dem Bündnis haben sich zwei Arbeitskreise gebildet, einer zur Vorbereitung der Demo, der zweite zum Thema Hilfe für Menschen, die von Rassismus betroffen oder bedroht sind.
Das Forum möchte sich an den Kosten für die Demo am 27. Januar beteiligen und der Vorstand schlägt hierfür 100,- € vor. Die Mitglieder signalisieren Zustimmung, die Geschäftsführung wird die Überweisung veranlassen.
 Am Montag, den 16. März um 15.00 Uhr findet die öffentliche Präsentation der beiden Linienbusse der KVG statt, die die Schüler/innen der Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule in
Vorbereitung der internationalen Wochen gegen Rassismus gestaltet haben. Die Feier wird auf dem Helmut-Hänsler-Platz direkt neben der Schule stattfinden, mit einem Grußwort des Kieler Stadtpräsidenten und einem bunten Begleitprogramm. Die Einladungen sind auch an die Mitglieder des Forums verschickt worden. Über eine Teilnahme und damit eine Wertschätzung des Engagements der Schülerinnen und Schüler würde sich der Veranstalterkreis, zu dem auch das Forum gehört, sehr freuen.
 Die Landesarbeitsgemeinschaft der Partizipationsgremien hat sich beim letzten Treffen über die Rolle der Foren und Runden Tische ausgetauscht. Für den 14./15. März ist wieder ein Wochenendseminar geplant, an dem das Kieler Forum vertreten sein wird. Auch ein
Besuch im Landeshaus wird wieder vorbereitet, Termin wird der 16. Juni sein.
 Das Forum war bei zwei Veranstaltungen vertreten, zum einen zum Thema „Im Spannungsfeld zwischen Rassismus und Willkommenskultur“, zum anderen zum Thema „Medien und Rassismus“. Herr Mukhamedov war bei dieser 2-tägigen Veranstaltung dabei und berichtet kurz darüber.
 Isabella Altunok berichtet aus dem Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit des Forums. Ein neuer Flyer für das Forum ist in Vorbereitung. Auf der Webseite werden in Kürze mehrsprachige
Informationen zum Forum eingestellt.

Bericht der Geschäftsführung
 Birgit Lawrenz weist auf folgende Tischvorlagen hin:
o Stadtplan für Menschen mit Behinderung
o Spaziergang „Innenstadt und Hörn“
o Spaziergang „Vom Alten Markt zur Kiel-Linie“
Beide Spaziergänge sind in Leichter Sprache geschrieben, so dass sie auch für Teilnehmende an Sprachkursen hilfreich sein können. Weitere Exemplare der Spaziergänge und des Stadtplans sind in der Leitstelle für Menschen mit Behinderung im Amt für Soziale Dienste erhältlich.
 Das Schreiben des Forums zum ewigen Ruherecht auf Kieler Friedhöfen ist am 6. Februar an den Oberbürgermeister verschickt worden.
 Die von Frau Dickhoff in der letzten Sitzung erwähnte Internetkarte für Gedenkstätten in Kiel ist zunächst nur für die Friedhöfe vorgesehen. Die Jüdischen Friedhöfe sowie das Islamische Gräberfeld werden berücksichtigt. Das Interesse des Forums, an möglichen weiteren Planungen beteiligt zu werden, hat Birgit Lawrenz weitergegeben. Frau Scheffer weist auf eine App „Museen am Meer“ hin, mit der man viele Informationen bekommt, wenn man z. B. direkt vor einem Museum steht.
 Auf der Webseite der Landeshauptstadt Kiel sind ab sofort Informationen für die Unterstützung von Flüchtlingen zu finden (www.kiel.de/fluechtlinge). Die Hinweise werden weiter ergänzt.

Top 6: Filmvorführung und Diskussion
Der Vorsitzende begrüßt Heike Kühl-Frese vom IQSH und Ove Fallesen vom Landespolizeiamt.
Reinhard Pohl führt in das Thema ein. Auf seinen Vorschlag hin hatte das Forum vereinbart, sich mit Hilfe der beiden Filme „Stand up for your Rights“ und „My Jihad“ mit dem Thema Islamismus zu beschäftigen. Seinem Kenntnisstand nach gibt es ca. 50 Menschen aus SchleswigHolstein, die in Syrien kämpfen, wobei man hier auf die Informationen der Sicherheitsbehörden angewiesen sei. Die Filme sind bei der Polizei erhältlich. Sie werden zusammen mit weiteren
Infos und didaktischen Hinweisen für die Arbeit an Schulen und mit Jugendgruppen ausgegeben. Für die Weitergabe an Schulen in Schleswig-Holstein ist das IQSH zuständig. Frau KühlFrese berichtet, dass das Interesse bei den Lehrkräften an diesem Themenfeld momentan sehr
groß sei. Sie begrüßt ausdrücklich, dass das Forum sich mit den Filmen befasst. Zum einen ist für sie interessant, wie die inhaltliche Einschätzung ist, zum anderen erhofft sie sich auch durch das Forum eine weitere Verbreitung, da sie zum Beispiel Vereine nicht erreichen.
Reinhard Pohl hat eine Bücherliste zum Thema erstellt und Exemplare zum Anschauen mitgebracht (siehe Anlage ). Der Vorsitzende dankt ihm für die Organisation.
Herr Fallesen, der bei der Landespolizei zuständig für Prävention ist, erklärt, dass die Polizei zwar Initiator für die Filme gewesen sei, aber mit einer 20-köpfigen Expertenrunde zusammengearbeitet habe. Durch die Kooperation mit dem IQSH werden die Schulen und damit eine große Zahl von Jugendlichen erreicht. Bevor der Film veröffentlicht wurde, ist er 50 Schüler/innen vorgestellt worden mit sehr positiver Resonanz.
Frau Kühl-Frese berichtet von dem zurzeit sehr großen Informationsbedarf zu dem Thema an den Schulen. Die Druckexemplare für die Begleitmaterialien zu den Filmen sind beim IQSH erhältlich. Es gibt sie auch als Download.
Gezeigt wird zuerst der Film „Stand up für your Rights“, im Anschluss „My Jihad“.
Der Vorsitzende bittet um Diskussionsbeiträge und begrüßt Stefan Chirvi vom 4. Polizeirevier, der später in die Sitzung gekommen ist. Mehrere Forumsmitglieder sprechen ihren großen Dank aus für die Erstellung der Filme. Herr Diogu appelliert an Muslime, der Gesellschaft zu zeigen, dass Terror nichts mit ihnen zu tun habe. Hier gäbe es noch viel zu tun.
Frau Kühl-Frese erklärt, dass die Filme versuchen, die Differenziertheit herauszuarbeiten und das Schubladendenken zu reflektieren. Auch Multiplikator/innen, die vom IQSH mit Unterstützung des Ufuq ausgebildet werden, sollen sich über die eigenen Barrieren klar werden (ufuq.de – Jugendkultur, Medien & politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft). Da das IQSH nur die Schulen erreichen kann, sind alle Vereine und Organisationen aufgerufen, ihre eigenen Kontakte und Möglichkeiten zu nutzen.
Herr Fallesen schlägt vor, Kontakt zum landesweiten Rat für Kriminalitätsverhütung aufzunehmen. Dort gibt es ein Konzept zum Thema religiös motivierter Extremismus, das im Forum vorgestellt werden könnte. Da es weiteren Gesprächsbedarf zum Thema gibt, schlägt Wilfried
Saust vor, das Thema in einer der nächsten Sitzungen wieder aufzugreifen.
Hussein Anaissi weist darauf hin, dass der Terror nicht aus heiterem Himmel komme, sondern Menschen speziell dafür geschult würden. Menschen, die Ruhe und Frieden suchten, seien teilweise ohnmächtig. Alle müssten sich für den Frieden einsetzen.
Er begrüßt besonders die Arbeit an den Schulen und dankt Frau Kühl-Frese und Herrn Fallesen für die Informationen und das Engagement.

Top 7: Tauschbörse Kiel
Die „Tauschbörse für Ideen, Sprachen, Interessen und Können“ wird vorgestellt von Linda Müller, Josephine Bengs, Hasib Hamra und Maria Alexander.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet von 16 – 18.00 Uhr ein öffentliches Treffen im Vinetazentrum statt. Organisiert wird die Tauschbörse von Studierenden der CAU, Studiengang Migration und Diversität. Neue Interessierte sind herzlich willkommen. Eine breite
Sprachpallette von Deutsch, Englisch, Arabisch, Serbisch, Dari, Russisch und vielen mehr ist vorhanden. Ziel ist, Akzeptanz für Geflüchtete zu erreichen, einen offenen Raum für ein vielfältiges Miteinander zu schaffen. Bei Kaffee und Tee gibt es Gespräche und einen Austausch von Gegenständen, aber ebenso von Sprachen und Fähigkeiten. 20 bis 30 Leute kommen zu den Treffen, es gibt eine Begrüßungsrunde und dann teilt man sich auf mehrere Tische mit verschiedenen Aktionen auf. Zum Beispiel gibt es einen Basteltisch, einen Spieletisch, einen Sprachentisch und einen offenen Gesprächstisch. Darüber hinaus gibt es gemeinsame Aktionen außerhalb des Treffens wie Kinobesuche oder Parties. Über ihre Facebookseite www.facebook.com/tbkiel posten sie Veranstaltungen und Aktivitäten.
Hussein Anaissi dankt herzlich für die Vorstellung der Tauschbörse. Viele Mitglieder begrüßen die Initiative der Studierenden und freuen sich über die gute Idee.

Top 8: Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holsteinischen Heimatbund
Hussein Anaissi berichtet vom Treffen mit Vertretern des SHHB, an dem auch Dieter Valiev und die Geschäftsführung des Forums teilgenommen haben. Geplant ist ein gemeinsames Fest am 15. November im Bürgerhaus Mettenhof mit Tanzgruppen des SHHB und von Mitgliedsvereinen
des Forums. Es soll dabei vor allem um ein gegenseitiges Kennenlernen gehen. Aus dem Forum haben sich bereits 4 Vereine gemeldet, die mitmachen möchten. Wer mit organisieren möchte, sollte sich bei der Geschäftsführung melden.

Top 9: Antrag des Forums „Willkommensbehörde“ – Stand der Dinge
Birgit Lawrenz berichtet, dass ein Schreiben mit dem im Forum beschlossenen Text am 26. Februar an die zuständigen Dezernenten und die Ratsfraktionen sowie an das Büro des Stadtpräsidenten, des Oberbürgermeisters und an Herrn Cassel geschickt wurde.

Top 10: Informationen aus Ausschüssen, Arbeitskreisen und Beiräten
Dieter Valiev berichtet, dass die Landeskoordinierungsstelle gegen Rassismus beschlossen habe, einen Arbeitskreis einzurichten. Der Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein, die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein und er als Vertreter des Forums arbeiten dort aktiv mit. Er wird über das weitere Vorgehen berichten.

Top 11: Mitgliederänderungen
Die Deutsch-Russische unabhängige Gesellschaft wird ab sofort vertreten durch Herrn Artjom Mukhamedov und Herrn Mirzalav Kuramagomedov.
Wilfried Saust weist darauf hin, dass es auch eine Deutsch-Russische Gesellschaft gibt und plädiert für eine enge Zusammenarbeit.

Top 12: Sonstiges
Der Vorsitzende dankt für die Teilnahme und schließt die Sitzung um
19.00 Uhr.

Protokoll: Birgit Lawrenz

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