Protokoll 01.09.2015

17.00 Uhr Rathaus, Magistratssaal

Die Sitzung wird von Dursiye Aytekin geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Frau Aytekin begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums.
Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Es gibt keine Änderungswünsche.

Top 3: Auszubildende mit Migrationshintergrund bei der Landeshauptstadt Kiel
Der Leiter des Personal- und Organisationsamtes Chris Reinert stellt sein Amt vor, bei dem es
viele Berührungspunkte mit den Themen des Forums gebe. Dem Integrationsbericht 2012/2013
konnte man entnehmen, dass der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund etwa 9 %
beträgt, der Anteil in der Kieler Bevölkerung liegt dagegen bei knapp 20 %. Im Bereich Ausbildung ergab eine Umfrage des Personalamtes 2014 einen Wert von 10 % Bewerber/innen mit Migrationshintergrund. Eine neue Umfrage wird im Herbst ausgewertet.
Herr Reinert ruft dazu auf, dass sich Menschen mit Migrationshintergrund trauen sollten, sich
bei der Stadt zu bewerben. Das Besondere sei, dass die Stadt Kiel ein Arbeitgeber mit vielen
verschiedenen Ausbildungsplätzen ist. Außerdem gehöre sie zu den größten Ausbildern in
Schleswig-Holstein. Ein wichtiges Medium für die Werbung sei das Internet, aber Eltern und
Freunde spielten ebenfalls eine wichtige Rolle. Herr Reinert bietet an, dass Mitarbeiter/innen in
die Vereine und Gruppen kommen, um dort direkt zu informieren. Er bittet allerdings um Verständnis, dass hierfür ein zeitlicher Vorlauf nötig ist.
Verschiedene Flyer zu Berufen in der Verwaltung und den Möglichkeiten bei der Stadt Kiel liegen im Forum aus.
Herr Reinert bietet an, im nächsten Jahr wieder im Forum zu berichten, auch ob sich die Besuche in den Vereinen ausgewirkt haben.
Die Vorsitzende dankt Herrn Reinert und sagt zu, dass die Mitgliedsorganisationen des Forums
mit helfen, die Hürden zu überwinden.

Top 4: Protokoll der Sitzung am 7. Juli 2015
Birgit Lawrenz erklärt, dass unter Top 8 der Doktortitel von Evadne Parulan-Holzhüter eingefügt
wurde sowie Isabella Altunok als weiteres Mitglied im AK Öffentlichkeitsarbeit.
Weitere Änderungswünsche gibt es nicht.

Top 5: Termine
– Auf den Zeitraum der Interkulturellen Wochen vom 20. September bis zum 4. Oktober wird hingewiesen sowie auf einzelne Veranstaltungen aus dem Programm. Programmhefte, Plakate und Flyer für das Interkulturelle Picknick für alle zum Mitnehmen und Weiterverteilen liegen aus.
– Reinhard Pohl weist auf Termine im Zusammenhang mit der neuen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge hin (sind bei Protokollversand bereits verstrichen). Er bittet darum, auf Aufrufe und Hinweise, z. B. über Facebook, zu achten, was benötigt und wo Spenden noch gesammelt werden.
– Freitag, 25. September, 19.00 Uhr, Hansastraße 48: Ein Abend zu Somalia, Veranstalterin ist die ZBBS. Geflüchtete bereiten den Abend vor.
– Sonntag, 27. September, 13.00 – 17.00 Uhr, Sport- und Begegnungspark Gaarden:
„Interkulturelles Sport- und Spielfest“. Herr Kuberski weist darauf hin, dass noch
Anmeldungen zum Mitmachen möglich sind.
– Astrid Witte, Leiterin des Amtes für Soziale Dienste, informiert über einen Arbeitskreis,
der im Winterhalbjahr in etwa 12 Terminen einen Handlungsplan für Menschen mit einer psychischen Erkrankung bzw. Behinderung erarbeiten wird. Die Ratsversammlung hatte dies nach dem Sozialpolitischen Hearing im März 2014 beschlossen. Zu beteiligen sind dabei auch die entsprechenden Beiräte und das Forum. Frau Witte würde es begrüßen, wenn sich jemand vom Vorstand oder von den Mitgliedern an der Erarbeitung des Handlungsplanes beteiligt. Dursiye Aytekin dankt für die Informationen und bittet die Interessierten, sich bei ihr zu melden.

Top 6: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
Bericht des Vorstands
– Dursiye Aytekin berichtet von insgesamt drei Iftar-Einladungen während des Fastenmonats
Ramadan, an denen der Vorstand teilgenommen hat: eine Veranstaltung im Arcadia-Saal,
eine im Hiroshimapark sowie eine Einladung des Runden Tisches Neumünster.

Bericht der Geschäftsführung
– Birgit Lawrenz schlägt nach Absprache mit dem Vorstand für die neuen Sitzungstermine im
kommenden Jahr wieder jeweils den 1. Dienstag im Monat vor mit einer Sommerpause im August. Da die Anwesenden zustimmen, werden die Termine so für den allgemeinen Sitzungskalender der Stadt Kiel weitergegeben.

Top 7: Projekte für Menschen mit Behinderung
Thomas van Kann von der Leitstelle für Menschen mit Behinderung bei der Landeshauptstadt
Kiel weist darauf hin, dass jeder 12. Mensch in Kiel eine schwere Behinderung habe und jeder
6. eine anerkannte Behinderung. Wenn man die Zahlen mit dem Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in Kiel (jeder 5.) in Verbindung bringe, werde deutlich, dass es eine größere
Schnittmenge geben müsse. Er weist auf das Leitbild für Menschen mit Behinderung hin, das
Arbeitsgrundlage für die Leitstelle sei. Bei Interesse kann es über die Leitstelle oder das Referat
für Migration angefordert werden.
Die Landeshauptstadt Kiel möchte Inklusion verwirklichen und das Leitbild umsetzen. Dafür hat
die Ratsversammlung auch finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Mit bis zu 10.000,- € können besondere, neue und inklusive Projekte gefördert werden. Der Rahmen ist weit gefasst.
Projekte anmelden können Vereine, Initiativen und Organisationen. Anmeldeschluss ist der 30.
September. Im November beschließt der Ausschuss für Soziales, Wohnen und Gesundheit, welche Projekte gefördert werden können. Vorher findet dazu eine Besprechung im Beirat für Menschen mit Behinderung statt. Für weitere Infos kann Herr van Kann gerne angesprochen werden.

Hussein Anaissi dankt für diese Informationen und erinnert an die gemeinsame Veranstaltung
der Beiräte und des Forums zum Thema Diskriminierung und wünscht sich weitere gemeinsame Projekte.
Ausschreibungstext und Antragsformular sind dem Protokoll beigefügt.

Top 8: „Das Bündnis eine Welt – BEI“
Ulrike Neu stellt das Bündnis als Dachverband für viele Gruppen vor, die in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv sind. Die Aktivitäten beziehen sich aber nicht nur auf die Partnerländer, sondern das BEI leistet auch Bildungsarbeit hier vor Ort, zum Beispiel in Schulen, aber auch in Form von Fortbildungen für die Mitgliedsvereine. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist, Fördermittel für Projekte einzuwerben, aber auch öffentliche Veranstaltungen, um die Arbeit der Mitgliedsgruppen in die Öffentlichkeit zu bringen.
Eine solche Möglichkeit bietet der Afrika-Solidaritätstag, der seit 7 Jahren Bestandteil der Interkulturellen Wochen ist und von vielen verschiedenen Gruppen gemeinsam gestaltet wird. Dieses Jahr findet er unter dem Motto „Eine Welt ohne Flüchtlinge“ am 25. September statt. Flyer liegen aus.
Frau Neu macht auf die Veranstaltungsreihe „Engagement stärken“ aufmerksam und wünscht
sich noch Kooperationspartner für die einzelnen Veranstaltungen. Sie fragt das Forum, ob es
eine Zusammenarbeit zum Beispiel bei der Veranstaltung „Migrant/innen als Brückenbauer“ am
19. November geben könnte. Hier könnten Mitglieder beider Organisationen von ihren Erfahrungen berichten.
Der Flyer zur Veranstaltungsreihe ist dem Protokoll beigefügt.
Ben Diogu dankt Ulrike Neu für die Informationen und betont, dass man zusammen viel erreichen könne. Mehrere Mitglieder signalisieren, dass es sehr gerne eine Zusammenarbeit geben solle. Idun Hübner erklärt, dass das BEI sehr viel angestoßen habe, langfristige und nachhaltige Projekte, und dass sie selbst dort gelernt habe, wie man Projektanträge stellt. Davon profitiere jetzt auch die ZBBS.
Dursiye Aytekin sagt eine Zusammenarbeit mit dem Forum zu und bittet, weitere Ideen hierzu
an den Vorstand zu geben. Die einzelnen Mitgliedsorganisationen können auch gern direkt
Kontakt zu Ulrike Neu aufnehmen.

Top 9: Flüchtlinge in Kiel – wie kann das Forum sie willkommen heißen?
Dursiye Aytekin berichtet von einer Spendenaktion für Flüchtlingskinder zum Ramadanfest, die
von ihr initiiert wurde und die ihr sehr viel Freude gemacht habe. Das Forum sollte Zeichen setzen, dass es für die Geflüchteten da sei. Idun Hübner bestätigt, dass gemeinsame Feste wie das Tanzfest oder das Picknick auf dem MFG-5-Gelände Aktionen seien, die gut angenommen würden. Auch das geplante Picknick im Hiroshimapark, bei dem das Forum Mitveranstalter ist, sei eine gute Idee.
Nach weiteren Vorschlägen aus dem Forum wird vereinbart, dass die bereits vorhanden Lotsengruppen von Flüchtlingen, die schon länger hier leben und die neuen unterstützen, ins Forum eingeladen werden. Sie sollten von ihrer Arbeit berichten, so dass man dann konkret erfahren kann, was gebraucht wird und welche Form der Unterstützung durch das Forum gewünscht wird. Der Vorstand klärt alles Weitere mit Idun Hübner.
In diesem Zusammenhang stellt Frau Seusing kurz das Projekt „Dock-Kiel“ der DAA und des
Paritätischen vor. Es wendet sich an unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und bietet verschiedene außerschulische Aktivitäten an. Sie bittet diejenigen, die Kontakt zu der Zielgruppe
haben, um Weiterleitung der Information. Aus dem Forum wird geraten, sich an die städtischen
Stellen der Jugendhilfe und an „lifeline“ zu wenden.
Ein Handzettel mit den Kontaktdaten ist dem Protokoll beigefügt.

Top 10: Berichte aus Arbeitskreisen, Ausschüssen und Beiräten
Idun Hübner berichtet aus dem Jugendhilfeausschuss. Wichtiges Thema ist zurzeit die Versorgung mit DaZ-Unterricht für junge Flüchtlinge, um möglichst schnell Deutsch zu lernen. Der Ausschuss tagt in zwei Tagen wieder, so dass sie in der Oktobersitzung des Forums Weiteres berichten kann.

Top 11: Veranstaltungen – Stand der Dinge
a. Gemeinsames Fest mit dem SHHB: Am 8. Oktober trifft sich der Vorstand mit den
Kooperationspartnern des SHHB zur weiteren Planung. Die Ansprechpartner/innen der beteiligten Tanzgruppen werden auch dabei sein.
b. Interkulturelle Wochen 2015: wurde bereits unter „Termine“ besprochen.
c. Internationale Wochen gegen Rassismus: geplant ist ein Akustik-Projekt mit der ToniJensen-Gemeinschaftsschule zum Thema „Wie hört sich Rassismus an?“.

Top 12: Mitgliederänderungen
Frau Charlotte Sauerland ist neues Mitglied für den AWO Landesverband Schleswig-Holstein.

Top 11: Sonstiges
Es gibt keine Punkte.

Die Vorsitzende schließt die Sitzung um 19.10 Uhr.
Birgit Lawrenz

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