Protokoll 01.12.2015

17.00 Uhr Rathaus, Magistratssaal

Die Sitzung wird von Dursiye Aytekin geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Frau Aytekin begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums. Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Es gibt keine Änderungswünsche zur Tagesordnung.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 3. November 2015
Es gibt keine Änderungswünsche

Top 4: Termine
Die genannten Termine sind bei Protokollversand bereits verstrichen.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung

Bericht des Vorstands:
a. Ben Dozie Sheriff berichtet, dass er in den letzten 2 Wochen der Markthalle, in der die Transitflüchtlinge versorgt werden, öfter einen Besuch abgestattet hat und miterlebt hat, was Dursiye Aytekin und die anderen Helferinnen und Helfer dort leisten. Er lobt ihre Arbeit und fordert die Mitglieder des Forums auf, sich ebenfalls mit Zeit- oder Geldspenden einzubringen.
b. Dursiye Aytekin berichtet von dem Interkulturellen Tanznachmittag am 15. November. Die Stimmung bei diesem freundschaftlichen Zusammensein zwischen Gruppen des Forums
und des Schleswig-Holsteinischen-Heimatbundes war ausgelassen und bunt. Sie dankt den Tanzgruppen, die an der Veranstaltung teilgenommen haben, und kündigt an, dass für die
Zukunft weitere Zusammenarbeit mit dem Heimatbund geplant ist – beispielsweise ein Sommerfest im Freilichtmuseum Molfsee im Juli 2016. Die Mitglieder bekunden Interesse daran und die Vorsitzende appelliert an alle, dann auch zahlreich zu erscheinen. Ein Bericht zum Tanzfest mit Fotos ist auf der Webseite des Forums eingestellt www.migranten-forumkiel.de.

Bericht der Geschäftsführung:
Birgit Lawrenz dankt dem Forum und insbesondere dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr und erinnert an mehrere Veranstaltungen, die das Forum durchgeführt oder an
denen es sich als Kooperationspartner beteiligt hat wie das Tanzfest, die Interkulturellen Wochen und die internationalen Wochen gegen Rassismus.

Top 6: Die Sozialkirche Gaarden
Pastorin Ragni Liv Mahajan stellt ihre Arbeit und die Angebote der Sozialkirche vor. Sie ist seit einem Jahr Pastorin der Sozialkirche und außerdem Beauftragte für den muslimisch-christlichen Dialog. Auf Grund des negativen Images kam Sie mit ganz anderen Erwartungen nach Gaarden, zieht nun nach einem Jahr aber ein sehr positives Fazit. Gaarden sei ein sehr lebendiger und lebensfroher Stadtteil.
In der Sozialkirche sind im wesentlichen drei Projekte mit Kooperationspartnern angesiedelt, die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Gaarden mit der Matthäus-Kirche, die Kieler Tafel und eine Cafetería. Die Kieler Tafel versorgt bedürftige Kielerinnen und Kieler jeder Nationalität
an vier Tagen in der Woche mit Lebensmitteln.
Die Stadtmission betreibt in der Sozialkirche mit Hilfe von 20 Langzeitarbeitslosen eine Cafetería, in der die Besucherinnen und Besucher gemütlich beieinandersitzen können.
Pastorin Mahajan erklärt, dass viele Menschen zwar auch aus Not in die Sozialkirche kommen, sie jedoch vor allem kommen würden, weil sie sich dort wohlfühlen.
Die Sozialkirche bietet außerdem vielfältige Freizeitaktivitäten an wie zum Beispiel jeden Dienstag von 13:30 – 16:00 Uhr eine Spielgruppe, einmal im Monat einen internationalen Nachmittag und ein internationales Frauenfrühstück, zu denen auch Flüchtlingsfrauen herzlich eingeladen sind, sowie viermal im Jahr einen Bingo-Nachmittag.
Dursiye Aytekin dankt Pastorin Ragni Liv Mahajan für die Vorstellung der Projekte der Sozialkirche Gaarden und betont, wie wichtig auch zukünftig der interreligiöse Dialog sei.

Top 7: Mehrgenerationenhaus Vinetazentrum in Gaarden
Ulrike Pirwitz und Petra Tudor stellen das Mehrgenerationenhaus Gaarden vor, das 2007 auf
Initiative der Stadt Kiel hin als Stadtteilgenossenschaft gegründet wurde. Neben der Stadt Kiel bringen sich diverse Vereine und Privatleute aus dem Stadtteil in das Projekt ein, wodurch es lebendig und vielfältig ist.
Die Idee hinter dem Projekt ist, dass „aus dem Stadtteil für den Stadtteil“ gearbeitet wird. Ulrike Pirwitz betont, dass das Haus mit seinen Angeboten und Veranstaltungen auf die bestehenden Bedarfe im Stadtteil reagiert und dass man die Bürgerinnen und Bürger bei der Planung stets beteiligen würde.
Vereine wie die Diakonie, die Stadtmission und Beratungsstellen nutzen die Räumlichkeiten für
Aktivitäten und Angebote ebenso wie der Kaukasusverein oder die Nigerianische Gemeinde, die beide Forumsmitglieder sind.
Es gibt daher eine breite Palette von Angeboten. So gibt es eine Schwangerschafts- und Schuldnerberatung, aber auch Migrationsberatung, Deutschunterricht auf ehrenamtlicher Basis, ein Kindergarten und ein Jugendprogramm sowie vielfältige Freizeitangebote, wie beispielsweise den interkulturellen Kaffeeklatsch, der von den Besucherinnen und Besuchern organisiert wird.
Viele Feste finden statt und am 28. und 29. Januar wird wieder gefeiert, nämlich die Wiedereröffnung des Vinetazentrums, das wegen Renovierungsarbeiten für 4 Monate geschlossen war.
Ulrike Pirwitz weist auf den Tätigkeitsbericht 2014 hin, der ausliegt und außerdem mit dem Protokoll der Sitzung versandt wird.
Wilfried Saust lobt die Arbeit des Vinetazentrums und betont, dass auch jungen Künstlern in den Räumen immer wieder eine Plattform gegeben wird, um ihre Arbeiten dort auszustellen.
Dr. Evadne Parulan-Holzhüter fragt, ob es im Mehrgenerationshaus auch eine Theatergruppe gebe. Ulrike Pirwitz verneint dies, merkt aber an, dass dies bei genügend Interessierten gerne initiiert werden könne. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zu erreichen.
Der Vorstand bedankt sich bei Ulrike Pirwitz und Petra Tudor sowie ihrem Team für die tolle Arbeit, die sie im Vinetazentrum leisten.

Top 8: Berichte aus Arbeitskreisen, Ausschüssen und Beiräten
Um die Mitglieder des Forums regelmäßiger über die Themen in den Gremien zu informieren, schlägt Dursiye Aytekin vor, dass kurze, schriftliche Berichte dazu abgegeben werden. Die Mitglieder stimmen ohne Gegenstimmen dem Vorschlag zu. Der Vorstand wird sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema noch einmal befassen.

Top 9: Mitgliederänderung
Frau Esther Gutmann ist neues Mitglied für die Jüdische Gemeinde Kiel e.V, ihre Stellvertreterin ist Frau Inna Shames. Die bisherige Stellvertreterin Frau Maja Werchowskaja scheidet aus.

Top 10: Sonstiges
Dursiye Aytekin berichtet, dass ihr die Arbeit viel Spaß mache und sie hofft, dass das Forum im nächsten Jahr noch aktiver wird. Sie bittet die Mitglieder, Ideen für Aktivitäten und Themen an sie weiterzugeben.
Wilfried Saust regt an, dass das Forum zukünftig vermehrt öffentlich Stellung zu politischen Themen beziehen sollte. Die Stimme des Forums könnte bei Themen wie beispielsweise
Pegida eine Signalwirkung haben.
Dursiye Aytekin gibt zu bedenken, dass die Forumsmitglieder in diesem Jahr viele der Gelegenheiten, in den politischen Dialog zu treten, nicht wahrgenommen haben. So erschien zu
dem Treffen der Foren und Runden Tisch im Landeshaus kaum ein Mitglied des Kieler Forums. Dabei hatten die Foren die Politiker/innen selbst eingeladen. Ben Dozie Sheriff zeigt sich enttäuscht, dass auch zu den anderen Veranstaltungen kaum jemand von den Forumsmitgliedern kommt, sogar wenn das Forum selbst der Veranstalter ist, wie bei dem Tanzfest in Mettenhof.
Dursiye Aytekin merkt an, dass der Vorstand nicht das Forum sei und wenn mehr Außenwirkung gewünscht sei, müssten auch die Mitglieder in der Öffentlichkeit sichtbar sein.
Sie wünscht sich, dass sich die Forumsmitglieder im kommenden Jahr aktiver in die Arbeit des Forums einbringen, sie ist für Anregungen und Ideen offen.
Christine Scheffer erklärt, dass der Beirat für Seniorinnen und Senioren an einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Forum interessiert sei. Dies könnte ein gemeinsames Fest sein, aber
auch Begegnung von älteren Menschen mit und ohne Migrationshintergund. Sie schlägt vor, dass sich die Vorstände der beiden Gremien zu einem Gespräch dazu treffen, was vom Vorstand des Forums sehr begrüßt wird.
Dursiye Aytekin dankt für die Zusammenarbeit in diesem Jahr und den Gästen vom Runden Tisch Neumünster für ihr Kommen. Sie wünscht eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Sie beendet den offiziellen Teil um 17.50 Uhr und lädt Mitglieder und Gäste zu einem anschließenden Imbiss ein.

Protokoll: Jenny Vargas Gebauer/ Birgit Lawrenz

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