Protokoll 05.01.2016

Die Sitzung wird von Dursiye Aytekin geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Frau Aytekin begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums. Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Es gibt keine Änderungswünsche zur Tagesordnung.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 1. Dezember 2015
Es gibt keine Änderungswünsche

Top 4: Termine
– Donnerstag, 28. Januar, 17.00 Uhr, Stephan-Heinzel-Straße 2, Raum 208: Vorbereitungstreffen der Interkulturellen Wochen. Die IW finden dieses Jahr vom 1. bis 16. Oktober statt und stehen unter dem Motto: ZUSAMMEN LEBEN GESTALTEN.
– Donnerstag, 28. Januar, 18.00 Uhr, Literaturhaus, Schwanenweg: Lesung „111 Gründe
(weiterhin) Polen zu lieben“, veranstaltet von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Kiel, der Europa Union Kiel und der Arbeitsgemeinschaft Kieler Auslandsvereine (AKA).
– Herr Dr. Otto vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) kündigt an, dass der Heimatbund in den IW ein interkulturelles Märchen- und Tanz-Fest plant. Er bittet die Forumsmitglieder, sich als Kooperationspartner zu beteiligen.
– Wilfried Saust kündigt das AKA-Fest im Rahmen des Bootshafensommers am 30. Juli an
und lädt auch die Mitgliedsvereine im SHHB herzlich zum Mitmachen ein. Herr Dr. Otto
nimmt das gern auf.
– Pauline Steinberger, Studentin an der CAU zu Kiel, Stadt- und Regionalentwicklung, sucht für ihre Masterarbeit Vereine als Interviewpartner. Sie möchte sie zu ihrer Einschätzung zur Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung befragen. Die Interviews sind anonym. Sie gibt eine Liste herum, auf der sich die Interessierten eintragen können.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung

Bericht des Vorstands:
Dursiye Aytekin berichtet über ein Netzwerktreffen von Engagement Global, das sie im November in Rostock besucht hat. Es ging um die Arbeit von Migrantenorganisationen. Eine ähnliche Veranstaltung wird es demnächst auch in Schleswig-Holstein, in Kiel oder Lübeck, geben. Das Forum könnte durch die Teilnahme neue Eindrücke gewinnen und Ideen dazu vermittelt bekommen, wie die Organisation der Foren besser gestaltet und das Zusammenspiel mit Politik und Kommune verbessert werden kann. Im Februar wird das Forum genauere Information erhalten.

Bericht der Geschäftsführung:
Birgit Lawrenz berichtet, dass das Land Koordinierungsstellen für die Flüchtlingsarbeit in den Kreisen und kreisfreien Städten finanziert. Für Kiel ist eine Stelle in der Abteilung Unterkunftssicherung und eine Stelle im Referat für Migration vorgesehen. Außerdem gehen Stellenanteile in das Ehrenamtsbüro. Die Flüchtlingskoordinatorinnen werden wichtige Ansprechpartnerinnen auch für das Forum sein und sich im Forum vorstellen.

Top 6: Servicestelle für die Partizipationsgremien in Schleswig-Holstein
Violetta Seelig- Kiss und Niklas Muhlack vom AWO-Landesverband stellen das neue Angebot
für die Foren und Runden Tische vor. Die Servicestelle soll die Foren in Schleswig- Holstein besser miteinander vernetzen und die politische Teilhabe von Migrantinnen und Migranten fördern. Das Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren und wird vom Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein gefördert.
Niklas Muhlack erläutert, dass es drei Schwerpunkte gibt.
Zum einen soll eine strukturelle Stärkung der Migrantenforen erfolgen. Den Foren sollen dabei Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie sie nach außen hin stärker auftreten können oder wie ein effizienteres Zusammenarbeiten zwischen ihnen, den Kommunen und dem Land erreicht werden kann. Es können aber auch Workshops oder Fortbildungen nach den individuellen Bedürfnissen der verschieden Migrantenforen angeboten werden.
Zum anderen soll eine Internetplattform zur Verfügung gestellt werden, damit die Foren in Schleswig- Holstein die Möglichkeit bekommen, sich gegenseitig besser kennenzulernen und im Idealfall voneinander zu lernen. Die Servicestelle will dabei als Ansprechpartnerin fungieren, aber auch bei Informationsveranstaltungen behilflich sein. Auch die Gründung neuer Foren soll unterstützt werden.
Dritter Schwerpunkt ist das Mentoring-Programm. Durch das Projekt soll (jungen) Migrant/innen die Möglichkeit geboten werden, erste Erfahrungen in der Politik zu sammeln. Dafür sollen Politiker/innen als Mentor/innen fungieren und sich über einen Zeitraum von sechs Monaten immer wieder mit ihren Schützlingen treffen. Insgesamt ist dafür ein Stundenumfang von ca. 30 Stunden geplant.
Violetta Seelig- Kiss erklärt, dass die Migrantenforen durch die Arbeit der Servicestelle dazu befähigt werden sollen, sich besser zu positionieren und in der Öffentlichkeit stärker aufzutreten. Das Projekt ist auf Schleswig- Holstein beschränkt, da in den anderen Bundesländern andere Strukturen vorhanden sind. In Schleswig- Holstein gibt es insgesamt sieben Foren mit jeweils unterschiedlichen inhaltlichen Ausrichtungen – von einem eher politischen bis zu einem eher kulturellen Schwerpunkt oder auch eher als Informationsplattform. Mit besserer Vernetzung können die Foren gebündelt an die Landespolitik herantreten und haben eine größere Wirkung, als wenn jedes Forum für sich alleine redet.Anlage
Ben Dozie Sheriff berichtet, dass sich in Nordfriesland zurzeit ein nigerianischer Verein gruppiert, eine Unterstützung dabei wäre gut. Er würde sehr begrüßen, wenn es auch dort ein Forum gäbe und die Servicestelle das fördern würde. Er stellt fest, dass beim Forum in Kiel zu wenig „rauskommt“ und möchte die Mitglieder motivieren, sich stärker einzubringen und auch in der Öffentlichkeit sichtbarer zu sein.
Auf Nachfrage, wie groß die Kapazität des Mentoringprogramms sei, erklärt Violetta SeeligKiss, dass die Servicestelle zurzeit mit 10-15 Politker/innen aus Schleswig- Holstein, vor allem aus Kiel, in Kontakt steht. Bisher gibt es somit noch mehr Mentorinnen und Mentoren als Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die einzigen Voraussetzungen, um an dem Projekt teilnehmen zu können ist, dass man die deutsche Sprache spricht, obwohl im Notfall auch auf Englisch ausgewichen werden könnte. Wichtig ist, dass die Sprachfähigkeiten ausreichend sind, um politische Sachverhalte zu verstehen. Der Status der Teilnehmer/innen ist nicht relevant.

Top 7: Organisation Standbetreuung Ehrenamtsmesse 20. Februar 2016
Dursiye Aytekin berichtet, dass sie bislang noch keine Rückmeldung auf ihre Anmeldung bekommen habe. Sie fragt, welche Mitglieder sich grundsätzlich für die Betreuung des Stands zur Verfügung stellen würden.
Waltraut Siebke, Isabella Altunok und Dursiye Aytekin (eventuell Esther Gutmann) erklären sich dazu bereit.
Die Vorsitzende erklärt, dass auch ein kurzer Einsatz von ein oder zwei Stunden möglich und ebenfalls eine große Hilfe sei. Außerdem kommen nicht nur die Vertreter der Vereine im Forum in Frage, auch andere Mitglieder der Vereine können sich gerne beteiligen. Der Vorstand wird mit einer Rundmail an die Mitglieder versuchen, noch mehr freiwillige Helfer zu finden. Eine kontinuierliche Betreuung des Stands ist sonst nicht gewährleistet.

Top 8: Themen für die Arbeit des Forums 2016
Reinhard Pohl erinnert an die gemeinsame Veranstaltung mit der Gleichstellungsbeauftragten, dem Beirat für Menschen mit Behinderung und dem Beirat für Seniorinnen und Senioren, die im Herbst 2014 zu dem Thema Diskriminierung stattgefunden hat. Er schlägt vor, dieses Jahr erneut eine gemeinsame Veranstaltung zu organisieren, und zwar zum Thema: „Sind Quoten ein Mittel, um Diskriminierung zu bekämpfen?“. Er erklärt, dass Betriebe eine Beschäftigungsquote für Menschen mit Behinderung erfüllen müssen, die Frauenquote für Vorstände sei auch vor kurzen eingeführt worden.
Dursiye Aytekin kündigt an, die Idee bei der nächsten Vorstandssitzung zu besprechen, die Mitglieder signalisieren Interesse.
In welcher Form die Veranstaltung gestaltet werden soll, mit externen Referenten, als Podiumsdiskussion oder während der Interkulturellen Wochen könnte man dann gemeinsam entscheiden.
Sabine Schubert vom Beirat für Seniorinnen und Senioren findet die Idee gut und wird dem Beirat davon berichten. Auch ins Gleichstellungsreferat wird die Idee mitgenommen und besprochen. Im Anhang des Protokolls finden sich weitere Informationen zu dem Veranstaltungsvorschlag von Reinhard Pohl.
Vorschläge für Sitzungsthemen:
– Dieter Valiev schlägt vor, das Thema Extremismus erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Dies war eine Vereinbarung aus dem letzten Jahr.
– Reinhard Pohl schlägt vor, das Thema Verständigung/ Dolmetscher/innen aufzunehmen,
da es in den letzten Jahren immer wieder präsent im Forum war, zuletzt bei der Vorstellung der Flüchtlingslotsen.
– In diesem Zusammenhang entwickelt sich eine breite Diskussion zu den Themen Deutsch
als Zweitsprache, Integrationskurse und ehrenamtliche Deutschkurse. Die Mitglieder
des Forums sind sich einig, dass der Erwerb der deutschen Sprache für eine erfolgreiche Integration unabdingbar ist. Sabine Schubert schlägt vor, Sprachkursträger in die Forumssitzung einzuladen, um Informationen über den aktuellen Stand der Dinge zu bekommen.
– Wilfried Saust möchte mit Hilfe des Forms die Flüchtlingshilfe auf eine breitere Basis stellen und berichtet über den erfolgreichen Zusammenschluss „Flüchtlingshilfe Schleswig-Holstein“. Dursiye Aytekin bemerkt, dass das Forum weitgehender helfen sollte, also über die reine Nahrungsmittelversorgung hinaus. Ben Dozie Sheriff erinnert an das Vorhaben, eine Unterkunft zu besuchen und dort mit Flüchtlingen in Kontakt zu kommen, damit man dort erfragen kann, wo die Bedürfnisse der Flüchtlinge tatsächlich liegen.
– Violetta Seelig-Kiss schlägt vor, sich als Forum nicht nur auf die Versorgung, sondern stärker auf die Öffnung für Flüchtlinge zu konzentrieren. Das Forum könnte Flüchtlinge mit Bleibeperspektive aufnehmen oder Veranstaltungen anbieten. Die Servicestelle könnte beispielsweise dabei helfen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auszubilden.

Top 9: Berichte aus Arbeitskreisen, Ausschüssen und Beiräten
Dursiye Aytekin erinnert daran, dass von den Forumsmitgliedern, die Arbeitskreise, Ausschüsse und Beiräte besuchen, ab sofort schriftliche Berichte abgegeben werden sollen, die an die Mitglieder verschickt werden. Wichtig sei, dass die Mitglieder einen Überblick darüber haben, was für das Forum aus den Gremien interessant ist und im Forum weiter bearbeitet werden sollte.
Isabella Altunok wird einen Bericht aus dem Arbeitskreis „Öffentlichkeitsarbeit“ vorbereiten, der als Muster dienen kann.

Top 10: Mitgliederänderung
Keine für den vergangenen Monat.

Top 11: Sonstiges
Ben Dozie Sheriff dankt für die Zusammenarbeit und das gemeinsame Feiern im letzten Jahr. Er möchte das Forum noch lebendiger machen, das könne der Vorstand allein aber nicht schaffen.

Die Vorsitzende schließt die Sitzung um 18:20 Uhr.

Protokoll: Jenny Vargas Gebauer

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