Protokoll 01.03.2016

17.00 Uhr Rathaus, Magistratssaal

Die Sitzung wird von Dursiye Aytekin geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Dursiye Aytekin begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums.
Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Es gibt keine Änderungswünsche.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 5. Januar 2016
Es gibt keine Änderungswünsche.

Top 4: Termine
Wilfried Saust kündigt eine Fahrt vom 17. – 26. Mai mit der Europa Union nach Tallin an. Wer mitkommen möchte, kann sich bei ihm melden.
Es werden weitere Termine benannt, die bei Protokollversand bereits verstrichen sind.

Top 5: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
Vorstand:
– Dursiye Aytekin berichtet von der Jungen Islamkonferenz am 13. Februar, bei der sie das Forum vorgestellt hat. Sie hat eine Power-Point-Präsentation und Bilder von der Tanzveranstaltung mit dem SHHB gezeigt sowie Informationen zum Forum gegeben. Die Junge Islamkonferenz ist eine bundesweite Plattform für Menschen von 17 bis 25 Jahre, um sich über Rolle des Islam auszutauschen.
– Am 21. Februar hat sich das Forum mit einem Infotisch an der Ehrenamtsmesse beteiligt. Außer der Vorsitzenden haben sich Ben Diogu, Dieter Valiev, Waltraut Siebke, Wilfried Saust, Isabella Altunok und Manuela Dallmaier – als ehemaliges Forumsmitglied – beteiligt. Es konnten viele Kontakte geknüpft werden, insbesondere mit Initiativen, die selbst einen Stand dort hatten und Interesse an einer Vorstellung im Forum haben. Willfried Saust dankt den Mitgliedern des Forums, die den Stand betreut haben, Dursiye Aytekin habe den ganzen Tag dort gestanden. Enttäuscht zeigt er sich darüber, dass nicht mehr Mitglieder zumindest eine Stunde Zeit fanden und den Vorstand unterstützt haben.

Geschäftsführung:
– Birgit Lawrenz erinnertan die E-Mail zum Workshop zum Stadtteil NeumühlenDietrichsdorf hin, der am 9. März stattfindet. Zahlen für den Stadtteil zeigen, dass hier ein hoher Anteil von älteren Migrantinnen und Migranten wohnt, die als Gastarbeiter nach Kiel gekommen sind. Für die Interessen dieser Menschen kann man sich bei dem Termin einsetzen. Eine endgültige Einladung wird an das Forum geschickt, sobald sie vorliegt.

Top 6: Leitlinien für die kommunale Kulturförderung
Dursiye Aytekin begrüßt Kulturreferent Rainer Pasternak, der heute im Forum über den Stand der Planungen zu den Leitlinien für die kommunale Kulturförderung informiert und das Forum aufruft, sich hierbei einzubringen. Herr Pasternak verteilt ein Papier zum Thema „Migration und Kultur“, das als Diskussionsgrundlage im Beteiligungsverfahren dient. Die Leitlinien werden in einem großen Beteiligungsprozess erarbeitet, diskutiert, beraten und geändert. Er betont, dass der Beginn des Prozesses für diese Periode (alle drei Jahre) heute im Forum erfolgt, was Signal dafür ist, wie wichtig das Thema Migration sei.
Änderungsvorschläge und Ergänzungen nimmt er gern entgegen, arbeitet sie ein und stellt sie zur Diskussion. Jedes Kulturprojekt oder jede Kultureinrichtung soll so ausgerichtet sein, dass es keine Hemmnisse oder Ausgrenzungen für Menschen mit Migrationshintergrund gibt. Es stecke noch viel Arbeit in diesem Prozess, aber es sei auch kein Papier „für die Schublade“. Erfahrungen zeigen, dass die Leitlinien zur Kulturförderung auf der Webseite der Stadt Kiel von vielen Menschen gelesen werden, auch von vielen, die sich dem Thema zunächst erst nähern.
Anrufe bei ihm zeigten, dass es auch überregional ein großes Interesse dafür gibt.
Rainer Pasternak bittet um Anregungen und Meinungen zu dem Papier und weist darauf hin,
dass es als Arbeitspapier gedacht sei, bei dem sich alle noch einbringen können.
Es schließt sich eine rege Diskussion an zur Einbeziehung von Religion und zur Verbindung von Religion und Kultur. Herr Pasternak nimmt die Anregungen mit und sagt eine Überprüfung der Formulierungen zu.
Weitere Anregungen können per E-Mail an ihn geschickt werden: Rainer.Pasternak@kiel.de.
Das überarbeitete Papier wird mit der nächsten Einladung zur Forumssitzung verschickt
Herr Pasternak bietet an, auch an der nächsten Forumssitzung teilzunehmen, um die Diskussion mit den Mitgliedern weiterführen zu können.
Der Vorstand dankt Herrn Pasternak für die Gelegenheit, sich an der Diskussion zu den Leitlinien zu beteiligen.

Top 7: jmd2start – Beratung für junge Flüchtlinge
Susanka Sternberg stellt ihre Kolleginnen vom AWO-Landesverband, Iroda Mukhammadieva,
und AWO-Kreisverband, Anna Forshtok und Susanne Ziefle, vor. Neben dem Jugendmigrationsdienst des AWO-Landesverbands, der in der Einladung angekündigt war – ist damit heute auch der Jugendmigrationsdienst des AWO-Kreisverbandes vertreten.
Frau Sternberg erklärt die Aufgaben des Jugendmigrationsdienstes und stellt fest, dass bisher die jungen Flüchtlinge als Zielgruppe nur am Rande berücksichtigt worden seien. Der AWOLandesverband hat sein Angebot im Stadtteil Mettenhof, der AWO-Kreisverband in Gaarden.
Insgesamt gibt es das Projekt an 24 Standorten in Deutschland. Schwerpunkte sind die Themen Bildung, Ausbildung, Einbindung in die Schulen und berufliche Bildung. Ziel ist die aktive gesellschaftliche und politische Partizipation sowie, das selbstbestimmte Handeln der jungen Flüchtlinge durch Bildung zu fördern. Daneben können sie auch bei persönlichen Problemen, zum Beispiel in der Familie, unterstützt werden. Im RBZ, wo die jungen Geflüchteten DaZ-Kurse besuchen, bieten sie eine Sprechstunde an, so dass hier durch kurze Wege leichter Kontakt aufgenommen werden kann.
Das „jmd2start-Projekt“ ist ein Modellprojekt, das erprobt und weiterentwickelt werden soll. Alle Vertreterinnen des Projektes bitten die Anwesenden, auf das Angebot hinzuweisen, wenn sie selbst Kontakt zu jungen Geflüchteten haben. Die Mitarbeiter/innen des Projektes sprechen verschiedene Sprachen, bei weiterem Bedarf kann auch mit Sprachmittler/innen gearbeitet werden. Auch aus dem Umland von Kiel kann man sich an die Projekte wenden, allerdings weisen die Referentinnen darauf hin, dass es deutlich mehr Jugendmigrationsdienste als jmd2startProjekte gibt, die zunächst Anlaufstellen sein könnten. Die Präsentation mit den Kontaktdaten ist dem Protokoll beigefügt.
Dursiye Aytekin dankt für die Informationen und es werden noch einzelne Fragen zur Unterstützung bei persönlichen Problemen sowie zur Netzwerkarbeit beantwortet.

Top 8: Berichte aus Arbeitskreisen, Ausschüssen und Beiräten
Es liegen keine Berichte vor.

Top 9: Mitgliederänderungen
Es gibt Änderungen, die noch nicht bearbeitet werden konnten und in der nächsten Sitzung bekannt gegeben werden.

Top 10: Sonstiges
– Mehrere Forumsmitglieder sprechen die Vorkommnisse im Sophienhof und die Berichterstattung darüber an, die bundesweit für Wirbel gesorgt und viel Schaden angerichtet habe. Es wird vorgeschlagen, eine Vertretung der Polizei einzuladen, um das Thema zu diskutieren.
– Ratsherr Nue Oroshi weist darauf hin, dass er zukünftig als erster Vertreter der CDUFraktion für das Forum zuständig sei.
– Das „Stadtteilnetzwerk nördliche Innenstadt“ bietet seit 2014 ehrenamtliche Deutschkurse an und hatte im Forum zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal über seine Angebote informiert. Frau Pook gibt die aktuellen Angebote bekannt und verteilt Infomaterial dazu. Sie berichtet, dass die Ehrenamtlichen die Arbeit zurzeit nicht mehr allein schaffen und jemanden zur Koordinierung der Sprachförderangebote einstellen möchten. Über „Hand in Hand für Norddeutschland“ haben sie die Möglichkeit, einen 450.- €-Job für ein Jahr anzubieten. Gerne würden sie einem geflüchteten Menschen mit Bleibeperspektive eine Chance geben, bisher sei es ihnen nicht gelungen, jemanden zu finden. Das Angebot soll mit der Einladung zur nächsten Sitzung verschickt werden (Anmerkung der Protokollführung: Es konnte inzwischen jemand eingestellt werden).

Die Vorsitzende schließt die Sitzung um 18.05 Uhr.

Protokoll: Birgit Lawrenz

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