Protokoll 01.11.2017

17.00 Uhr Magistratsaal

Die Sitzung wird von Dursiye Aytekin geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Dursiye Aytekin begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums.
Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Es gibt keine Änderungswünsche zur Tagesordnung.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 6. September 2016
Korrektur Top 7: Birgit Lawrenz korrigiert die Telefonnummer von Şteffi Harms. Die korrekte
Nummer lautet: 910-3130. Das Protokoll wird mit dieser Änderung genehmigt.

Top 4: Termine
Daniel Volkert vom Projekt „samo.fa“ kündigt eine Ideen- und Projektwerkstatt an. Thema ist
das Engagement für geflüchtete Menschen in Kiel unter dem Titel „Meine Potenziale und Möglichkeiten in der Kieler Flüchtlingsarbeit“.
26. November 2016, 13.00 Uhr – 17.00 Uhr, Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein, Wikingerstraße 22 (Eingang am Vinetaplatz). Eine Anmeldeliste wird herumgegeben.

Birgit Lawrenz gibt den geplanten Zeitraum für die Interkulturellen Wochen 2017 bekannt:
23. September – 8. Oktober 2017. Aufgrund des 25-jährigen Jubiläums ist neben einem Rückblick auch die zukünftige Gestaltung der Interkulturellen Wochen als Thema angedacht.

Dieter Valiev weist auf die lohnenswerte, zweimalig stattfindende Veranstaltung des „BEI“ zum
Thema „Gemeinnützigkeit im Verein – Finanzen und Recht“ hin. Sie findet in den Räumlichkeiten des BEI, Walkerdamm 1, statt. Flyer werden ausgelegt. 10. November 2016 und 28. November 2016, jeweils 17.00 Uhr – 20.00 Uhr.

Herr Saust dankt dem Vorstand für dessen Tätigkeit und übergibt den Mitgliedern sowie der
Geschäftsführung des Forums zum Dank Anstecknadeln.

Top 5: Aktuelle Themen – Austausch und weitere Schritte
Die Vorsitzende weist auf die Ergebnisse des in der Oktobersitzung durchgeführten Workshops
hin. Eines der Ergebnisse war der Wunsch nach intensivem Austausch zu aktuellen Themen und Problemen. Dies ist mit dieser Sitzung erstmals als Top des Forums aufgenommen worden. Sie ermutigt die Mitglieder, sich im Forum einzubringen, wenn sie Unterstützung brauchen, Probleme haben, Lösungen suchen.

– Herr Saust nennt die Finanzierung von Projekten der Mitgliedsvereine als Thema. Der Vorstand bietet an, dass das Forum als Plattform zum Austausch und zur Unterstützung bei Konzepten genutzt werden könne.
– Frau Probst stellt die Frage, wo ehemalige Praktikantinnen und Praktikanten im Anschluss an ihr Praktikum tätig sein können, da diese häufig keine Anschlussbeschäftigung finden können. Herr Yurteri bietet als Unterstützung das Projekt „Kausa“ der Türkischen Gemeinde S-H an.
– CDU-Ratsherr Nue Oroshi fragt, wie viele Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten im Forum vertreten und wie viele davon anwesend seien. Er möchte einen Eindruck gewinnen, wie aktiv die Mitglieder im Forum sind. Das Ergebnis ist:
9 von 14 Migrant/innenvereinen sind anwesend.
– Herr Zangaga vom Bündnis 90/Die Grünen wünscht sich mehr Anerkennung ehrenamtlich Tätiger, beispielsweise im Rahmen von offiziellen Empfängen. Man würde sonst die Menschen aus dem Ehrenamt verlieren. Das Thema soll auf eine der nächsten Tagesordnungen des Forums aufgenommen werden.
– Frau Siebke weist auf das bereits in der vorherigen Sitzung thematisierte Problem hin, dass
das Forum nicht ausreichend politisch aktiv sei und unter seinen Möglichkeiten bliebe. Sie
schlägt vor, bereits schon einmal behandelte Themen im Auge zu behalten wie zum Beispiel
die Anerkennung beruflicher Abschlüsse. Es solle geprüft werden, ob es inzwischen Verbesserungen gegeben habe.
– Herr Kuberski weist auf die gute Rede der Vorsitzenden auf der Ratsversammlung hin und
wünscht sich eine Untermauerung der dort angesprochenen Punkte.
– Bezüglich des Raummangels schlägt Herr Saust vor, ein Kataster mit Informationen zur
Verfügbarkeit günstiger, niedrigschwellig verfügbarer Räume anzulegen. Auch könne ein
Austausch initiiert werden, inwiefern Vereine sich Räume mit ihren häufig unterschiedlichen
Bedürfnissen teilen können. Herr Valiev weist darauf hin, dass es bereits Ansätze solcher
Kooperationen gegeben hat. Herr Mohammad und Frau Gutmann schildern ähnliche Probleme ihrer Vereine bezüglich der permanenten Verfügbarkeit von günstigen Räumen. Frau Schwarz nennt die Möglichkeit, Räume der kirchlichen Träger zu nutzen, die jedoch laut Herrn Mohammad auch relativ teuer seien. Birgit Lawrenz weist auf die Möglichkeit hin, sich im Referat für Migration diesbezüglich beraten zu lassen, da die Bedürfnisse der jeweiligen Vereine sehr unterschiedlich seien und man gezielt suchen müsse. Außerdem solle die aktuelle Situation in der Fröbelschule als Vereinshaus recherchiert werden. Herr Mohammad
weist hier auf die lange Wartezeit hin. Dieter Valiev betont die Notwendigkeit der Unterstützung von Vereinen speziell in ihrer Gründungsphase. Es werden verschiedene Möglichkeiten genannt: Vinetazentrum, ehemalige Fröbelschule, Bürgerhaus Mettenhof. Um das Thema „Räumlichkeiten“ weiter verfolgen zu können, soll es im nächsten Jahr ein eigener Top einer Sitzung sein.

Der Vorstand ruft dazu auf, Themenwünsche der Mitglieder rechtzeitig vor den Forumssitzungen bekanntzugeben, um eine bessere Vorbereitung zu ermöglichen.

Top 6: Berichte aus Arbeitskreisen, Ausschüssen und Beiräten
Dieter Valiev berichtet vom regionalen Vernetzungstreffen der „Servicestelle Kommunen in
der Einen Welt“ in Lübeck am 11. Oktober. Viele der Anwesenden haben mangelnde Unterstützung aus Politik und Verwaltung in ihren Kommunen beklagt.
Er erwähnt einen Vorstoß von Ratsherrn Oroshi im Ausschuss für Soziales, Wohnen und Gesundheit zur Bereitstellung kostenloser Räume für Migrant/innenvereine, der dort keine Unterstützung gefunden habe. Herr Zangana schlägt vor, solche Angelegenheiten weiter zu verfolgen und sich Unterstützung bei den Fraktionen und in deren Arbeitskreisen zu holen. Ben Diogu kritisiert, dass mit CDU und Bündnis 90/Die Grünen nur zwei Fraktionen der Ratsversammlung bei diesem Forum vertreten sind. Herr Kuberski informiert, dass er als Vertreter des TuS Gaarden im Forum sei, er aber auch die Brücke zur FDP-Fraktion sei.
a. Pflegekonferenz – Themenvorschläge für 2017 (Waltraut Siebke)
Frau Siebke bittet um Themenvorschläge, die aus der Perspektive des Forums bei der Pflegekonferenz 2017 abgedeckt werden sollten. Sie weist zudem darauf hin, dass Themen wie „Kultursensibilität in der Pflege“ und „Demenz & Migration“ bereits zunehmende Bedeutung erhalten haben.
– Frau Assigbley benennt interkulturelle Öffnung, Wertereflexion, Wertekompetenz bezüglich
Herkunftsregionen als notwendige Grundsatzkompetenzen in der Pflege, um Diskriminierung in diesem Tätigkeitsfeld erkennen, reflektieren und minimieren zu können. Daher sollte die interkulturelle Öffnung von Einrichtungen sowohl auf Leitungs- als auch auf Personalebene ein Thema der Pflegekonferenz 2017 sein.
– Herr Valiev schlägt das Thema „Mehrsprachigkeit“ vor.
Diese Themen nimmt Frau Siebke mit. Sie bittet, in den Vereinen und Verbänden nachzufragen. Weitere Themen können bis Ende November an Birgit Lawrenz geschickt werden, die sie an die Geschäftsführung der Pflegekonferenz weiterleitet.
Es entwickelt sich eine rege Diskussion zum Thema „Diskriminierung und Rassismus“ und zur
Definition der Begriffe, die in einer anderen Sitzung noch einmal aufgegriffen werden soll.

Top 7: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
Bericht des Vorstands
a. Ergebnisse der Oktobersitzung
– Der Vorstand trägt die Ziele des Forums für 2017 vor (siehe Seite 4 der Zusammenfassung
der Oktobersitzung).
b. Rückblick auf die Veranstaltungen des Forums in den Interkulturellen Wochen
– Ben Diogu berichtet, dass die Eröffnungsfeier sehr schön und bunt gewesen sei und viel
getanzt, gelacht, gegessen wurde. Allerdings sei weiterhin das Problem, dass der Vorstand
zu viele Aufgaben allein bewältigen müsse. Er wünscht sich daher mehr Beteiligung der Forumsmitglieder an solchen Projekten. Der Vorstand schlägt vor, dass es für künftige Veranstaltungen Arbeitsgruppen zur Vorbereitung geben soll und dass man eventuell nicht auf jedem Stadtteilfest teilnehmen müsse beziehungsweise könne.
– Dieter Valiev berichtet von der Kooperation des Forums mit dem Kulturverein Kaukasus
beim Interkulturellen Kaffeeklatsch im Vinetazentrum.
– Herr Saust berichtet vom Interreligiösen Gebet, bei dem viele Religionen vertreten waren.
Die Veranstaltung war gut besucht. Für ihn war es einer der Höhepunkte der Interkulturellen
Wochen.
– Birgit Lawrenz erwähnt eine weitere Veranstaltung, die zwar nicht direkt durch das Forum,
aber von vielen in ihm vertretenen Vereinen in Kooperation mit dem SchleswigHolsteinischen Heimatbund organisiert wurde, die „Traumzeit“. Sie sei ein gutes Zeichen für die im letzten Jahr entstandene Kooperation. Frau Bernadett Skala stellt sich als neue Vertreterin für den SHHB im Forum vor.

Bericht der Geschäftsführung
– Birgit Lawrenz stellt Birte Skoruppa als neue Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr vor.
– Das Amt für Soziale Dienste hat ab dem heutigen Tag mit Arne Leisner eine neue Leitung. Die vorherige Amtsleiterin Astrid Witte wurde in den Ruhestand verabschiedet.
– Es wurden Luftballons bestellt, die nun für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Sie lagern im Referat für Migration. Außerdem stehen dort, nachdem sie vergriffen waren, 100 Kugelschreiber für besondere Anlässe zur Verfügung.

Top 8: Vorstellung des Projektes „Sisters“
Pia Duitsmann und Delali Assigbley stellen das Projekt „Sisters“ vor. Parallel dazu werden Flyer
und Fotos mit Impressionen des Projekts herumgereicht.
Frau Duitsmann erläutert die Strukturen und Tätigkeiten des Projektes. Es ist beim „Bündnis
Eine Welt Schleswig-Holstein“ (BEI) angesiedelt und dient zu niedrigschwelligem Austausch
und Begegnung zwischen Frauen mit afrikanischen Wurzeln und Frauen mit westlichen/weißen
Wurzeln in Schleswig-Holstein. Das Projekt begann vor drei Jahren als Begegnungsstätte, aus
der sich immer neue Themen entwickelt haben. Ziel ist es, eine Balance zwischen Austausch,
gemeinsamem Singen und Feiern sowie ernsten Themen zu schaffen. Neben den regelmäßigen Treffen von ca. 25-30 Frauen werden Workshops, Fortbildungen und Diskussionsveranstaltungen zu deutsch-afrikanischen Themen in Schleswig-Holstein organisiert. Die Treffen finden an zwei Freitagen pro Monat im Mehrgenerationenhaus/Vinetazentrum in Gaarden statt. Aktuelle Informationen zu den Treffen lassen sich auf der Internetseite des BEI finden.
Frau Assigbley erklärt die Motivationen und Ziele der Frauen. Mit dem Hintergrund der persönlichen Erfahrung, dass Frauen zu wenig Anerkennung und Gehör finden, möchte das Projekt zum einen Frauen in Kiel zusammenbringen und vernetzen. Zum anderen soll die Öffentlichkeit differenziert über gesellschaftliche Verhältnisse in verschiedenen Regionen Afrikas informiert werden. Die Frauen, die aus den jeweiligen Regionen stammen, agieren hierbei als Expertinnen. Darüber hinaus wird über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Frauen aus Afrika und Europa diskutiert. Auch soll über ungerechte, globale Strukturen informiert werden, die häufig eine Ursache für Probleme in Afrika sind.
Frau Duitsmann weist abschließend auf die vom BEI organisierte Veranstaltung mit Gioconda
Belli und Grupo Sal am 19. November 2016 in der Pumpe hin.
Herr Volkert von der Türkischen Gemeinde S-H fragt, ob in dem Projekt zum Thema „Flucht“
gearbeitet wird. Frau Assigbley antwortet, dass Vernetzung, Lobby- und Bündnisarbeit nötig
seien. Außerdem bedürfe es nicht nur Spenden, sondern der Veränderung ökonomischer Strukturen.
Der Vorstand dankt Frau Assigbley und Frau Duitsmann für die Informationen und interessanten Diskussionsbeiträge und würde eine Mitgliedschaft der Sisters im Forum sehr begrüßen.
Top 9: Mitgliederänderungen
– Die Deutsch-Russische Gesellschaft ist neu im Forum. Sie wird vertreten durch Frau Sofya
Kolomiets und Herrn Hans-Friedrich Möller.
– Neu im Forum ist auch das Zentrum für Beratung und Integration Kurdischer Migranten. Es
wird vertreten von Herrn Baland Mohammad und Frau Ali Newroz.
Frau Kolomiets und Herr Mohammad stellen sich kurz vor.
– Für den Landessportverband Schleswig-Holstein ist Herr Arganival ausgeschieden. Der LSV
ist weiterhin durch Herrn Baklan vertreten.
– Für das Diakonische Werk ist anstelle von Frau Başoğlu Frau Katrin Mates im Forum, Vertretung bleibt Herr Frenzel. Frau Mates stellt sich als neue Leiterin der Gemeinschaftsunterkunft Wik vor.
– Für den Interreligiösen Arbeitskreis ist Herr Darvas ausgeschieden. Eine Nachfolge ist noch
nicht benannt.
– Ausgeschieden als Mitglied des Forums ist der Verein Nord Dialog.

Der Vorstand heißt alle neuen Mitglieder im Forum herzlich willkommen.

Top 10: Sonstiges
Ein Gast fragt, ob der Tagesordnungspunkt „Gäste fragen und regen an“ in den Einladungen
aufgenommen werden könnte. Der Vorstand antwortet, dass Gäste sich immer zu Wort melden könnten, zum Beispiel beim Top „Aktuelles“. Die Anregung, sich mit den Themen „Rassismus und Diskriminierung“ in einer der Sitzungen zu beschäftigen, nimmt der Vorstand mit in die Planung des nächsten Jahres.
Ben Diogu regt einen Workshop-Tag für das Forum im nächsten Jahr an, der an einem Samstag stattfinden könnte und bei dem man nicht auf die Uhr schauen müsste.

Die Vorsitzende schließt die Sitzung um 19:00 Uhr.

Protokoll: Birte Skoruppa/ Birgit Lawrenz

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