Protokoll 06.06.2017

Die Sitzung wird von Dursiye Aytekin geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Dursiye Aytekin begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums.
Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Es gibt keine Änderungswünsche zur Tagesordnung.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 2. Mai 2017
Es gibt keine Änderungswünsche. Das Protokoll ist damit genehmigt.

Top 4: Termine
(nach Protokollversand)
20. Juni, 18.00 Uhr, Flüchtlingssolidarischer Stammtisch zum Thema „freiwillige Rückkehr“ (zu Gast ist Solveig Deutschmann von der mobilen, unabhängigen Rückkehrberatung), ZBBS, Sophienblatt 64 A, 24114 Kiel (1. Stock).
28. Juni, 18.00 Uhr, Länderabend „Armenien“ von der ZBBS (Informationen zum Herkunftsland und zum Asylverfahren, zweisprachig deutsch-armenisch), Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechtsplatz 3, 24118 Kiel.
9. Juli 10.00 – 18.00 Uhr, Sommerfest der Kulturen, Freilichtmuseum Molfsee, Hamburger Landstr. 97, 24113 Molfsee. Eine Mitwirkung (beispielsweise Tanz, Gesang, Kochen) ist noch möglich. Frau Gosch verteilt Informationsmaterial und Anmeldeformulare.
Anschließend bedankt sich die Vorsitzende im Namen des Vorstands und des Forums bei
Dieter Valiev für seine Vorstandsarbeit und überreicht ihm ein Präsent.

Top 5: Aktuelle Themen – Austausch und weitere Schritte
a. Aktuelle Themen der Mitglieder
Es gibt keine neuen aktuellen Themen.

b. Diskussion zur Erweiterung des Vorstands/ Änderung der Richtlinien
Die Vorsitzende fragt die Mitglieder nach ihrer Einschätzung zur Erweiterung des Vorstands. Herr Zyadeh erklärt, dass er die Erweiterung für sinnvoll halte, da sie eine bessere Aufgabenverteilung ermöglichen würde. Herr Freuschle würde eine bessere Aufgabenverteilung auch begrüßen, dies sei aber auch ohne Vorstandserweiterung möglich. Herr Valiev berichtet von guten Erfahrungen größerer Vorstände in den Foren anderer Städte. Es entwickelt sich eine Diskussion zu den Hintergründen und Zielen einer Erweiterung. Frau Dickhoff schlägt eine Kooptierung vor. Hierfür müssten nicht die Richtlinien geändert werden. Außerdem müsse noch keine Neuwahl erfolgen. Herr Zangana ergänzt, dass über diesen Weg 2-3 Personen probewei-se als Unterstützung des Vorstands mitarbeiten könnten. Auch Herr Wetterau hält den Vorschlag für sinnvoll. So könne man in der Zwischenzeit überlegen, ob und wann der Antrag auf Änderung der Richtlinien bei der Ratsversammlung sinnvoll sei. Die Vorsitzende schlägt vor, über die Kooptierung abzustimmen. Es gibt 19 Zustimmungen bei einer Gegenstimmen ohne Enthaltungen. Als Interessierte für die Vorstandsmitarbeit melden sich
– Newroz Ali,
– Oxana Bilkenroth,
– Orhan Ünsal und
– Rawad Zyadeh.
Der Vorstand wird über das weitere Vorgehen beraten.

c. 15 Jahre Forum
Die Vorsitzende berichtet, dass es für das 15-jährige Jubiläum zwei Ideen gibt: ein Grill-Abend und eine Podiumsdiskussion. Sie fragt, wer die Feier in einem Arbeitskreis organisieren möchte. Herr Freuschle und Herr Zyadeh melden sich. Herr Wetterau erläutert, dass die Veranstaltung auch eine politische Dimension haben müsse. Frau Dickhoff weist daraufhin, dass die Planung einer Podiumsdiskussion viel Zeit und Vorlauf brauche.

Top 6: Berichte aus Arbeitskreisen, Ausschüssen und Beiräten
a. Delegierten-Liste und Treffen der Delegierten
Die Vorsitzende berichtet, dass zum letzten Delegierten-Treffen nur 3 Personen gekommen sind. Die anwesenden Delegierten vereinbaren im Anschluss an die Sitzung einen neuen Termin. Die abwesenden Delegierten werden über den neuen Termin informiert.

b. AK Räume
– Raumabfrage: Birte Skoruppa bedankt sich für die bisherigen Rückmeldungen und erklärt, dass die Fragebögen in dieser Sitzung bei ihr abgegeben werden können. Sie können alternativ noch bis zum 16. Juni per E-Mail oder Post nachgereicht werden.
– Initiativenhaus „ehemalige Fröbelschule“: Die Vorsitzende liest das Antwortschreiben der Immobilienwirtschaft vor. Danach können in der Fröbelschule Vereinen keine neuen Räume mehr zur Verfügung gestellt werden, da sie für Sprachkurse benötigt werden.

c. AK Öffentlichkeitsarbeit
Dursiye Aytekin fragt, ob ein anderes Forumsmitglied die redaktionelle Betreuung der Forums-Website unterstützen möchte. Wer Interesse hat, könne sich bei ihr melden. Das Thema soll außerdem beim nächsten Delegierten-Treffen angesprochen werden.

d. AK Integration
Kathrin Stadelmann berichtet vom ersten Treffen, das am 16. Mai stattgefunden hat. Bisher wurden folgende Themen besprochen: Bedeutung des Spracherwerbs und Zugang zu Sprachkursen, Mehrsprachigkeit von Formularen sowie spezielle Sprachkursangebote für Frauen, bei-spielsweise durch eine Anbindung an Kindertageseinrichtungen. Die Ergebnisse des Arbeitskreises fließen auch in die Überarbeitung der Handlungsempfehlungen ein. Die Einladung zum nächsten Termin im Juli wird demnächst verschickt. Neue Teilnehmer/innen aus dem Forum sind herzlich willkommen.

e. Innenausschuss/Sozialausschuss
Reinhard Pohl informiert, dass das Dolmetscher -Treffen eine Rückmeldung von der Verwaltung auf seine Stellungnahme erhalten habe (siehe Protokoll der März-Sitzung, Top 5a). Das Treffen habe mit einer erneuten Stellungnahme reagiert. Geschäftliche Mitteilung und Stellungnahme sind diesem Protokoll beigefügt.

Top 7: Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen
Zu Gast im Forum ist Naurus Amin vom IQ-Netzwerk Schleswig-Holstein. Sie wird begleitet von Carlotta Weyhenmeyer von der Koordinierungsstelle des Netzwerkes. Frau Amin stellt die Entstehungsgeschichte, die aktuellen Angebote und den Aufbau des Netzwerks vor und berichtet aus der Beratungspraxis. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 sei das Netzwerk kontinuierlich erweitert worden. In Schleswig-Holstein gibt es 5 Beratungsstellen sowie ein mobiles Ber-tungsangebot. Momentan liegt der Fokus auf Qualifizierungsmaßnahmen. Frau Amin weist für weitere Informationen insbesondere auf die Link-Liste in der beigefügten Präsentation hin. Außerdem liegen Flyer mit verschiedenen Angeboten aus. Frau Amin bedankt sich für die Aufmerksamkeit und bittet um Fragen.
Frau Parulan-Holzhüter erklärt, dass aus eigener Erfahrung eine schnelle Anerkennung notwendig sei. Sie bietet ihre Unterstützung an. Frau Amin erläutert, dass das IQ-Netzwerk bei einer möglichst schnellen Anerkennung unterstützt. Allerdings stößt man an Grenzen, wenn es beispielsweise momentan für Mediziner/innen lange Wartezeiten bei Prüfungen gibt. Insbeson-dere bei solchen reglementierten Berufen sei die Anerkennung kompliziert. Ebenfalls problema-tisch seien Berufe im dualen Ausbildungssystem. Da es dieses System in anderen Ländern nicht gibt, kommt es für diese Berufsgruppen häufig nur zu Teilanerkennungen.
Frau Amin betont, dass das IQ-Netzwerk selbst keine Anerkennungsstelle, sondern eine Bera-tungsstelle für Anerkennungen sei. Die Vorsitzende fragt nach dem praktischen Ablauf. Frau Amin erläutert, dass in der nächstgelegenen Anerkennungsstelle ein Termin vereinbart werden sollte. Zum Termin sollten alle vorhandenen Unterlagen mitgebracht werden. Dann wird zu-nächst geprüft, welche Unterlagen noch fehlen. Herr Zangana fragt, ob es eine Regelung zur Finanzierung einer Anerkennung bei abgelehnten Asylbewerber/innen gibt. Frau Amin erklärt, dass bei Personen im ALG II-Bezug das Jobcenter die Kosten in den meisten Fällen überneh-me. Bei Personen im AsylbLG-Bezug sei eine Registrierung bei der Agentur für Arbeit nötig. Eine Kostenübernahme von bis zu 800 € sei hier möglich. Wenn weder Jobcenter oder Agentur für Arbeit die Kosten übernehmen, können seit November 2016 Gelder als Anerkennungszuschuss beantragt werden. Das IQ-Netzwerk kann hierzu gern kontaktiert werden.

Top 8: DeinRaum Coworking Space
Maja Schinköthe stellt das Projekt „DeinRaum Coworking Space“ sowie die Ziele und das Kon-zept von „Coworking“ vor. Dem Projekt stehen zwei Räume im Kirchenweg in Gaarden zur Verfügung. Sie könnten zum Austausch, für Kooperationen und zum Kennenlernen genutzt wer-den. Ziel ist eine enge Zusammenarbeit im und mit dem Stadtteil. Frau Schinköthe bedankt sich für die Aufmerksamkeit und bittet um Fragen.
Frau Apenburg fragt, ob das Projekt auch im Rahmen der Inklusion von Menschen mit Behinde-rung zur Verfügung stehe. Frau Schinköthe würde dies begrüßen. Frau Parulan-Holzhüter fragt, ob die Räume für alle Altersgruppen zur Verfügung stehen. Frau Schinköthe bejaht auch dies. Die Präsentation ist dem Protokoll beigefügt.

Top 9: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
a. Bericht des Forums in der Ratsversammlung
Die Vorsitzende berichtet, dass sie in der Ratsversammlung die Aktivitäten des Forums seit dem letzten Bericht vor einem Jahr vorgestellt habe. Sie habe die beiden Stellungnahmen des Forums verlesen. Sie seien den Ratsleuten nicht bekannt gewesen. Sie hoffe nun auf Rückmeldungen. Sie habe zudem die Forderungen des Forums nach Räumlichkeiten und freiem Parken für die Mitglieder vorgetragen. Frau Parulan-Holzhüter erklärt, dass die Vorsitzende das Forum gut vertreten habe. Herr Diogu bedankt sich für die gute Arbeit der Vorsitzenden.

b. Förderfonds „Zusammenhalt stärken, Teilhabe sichern“
Petra Iwahn erklärt, dass der Förderfond nun zur Verfügung stehe. Die Gelder sollen Projekte und Veranstaltungen fördern, die das gesellschaftliche Klima und den Zusammenhalt in Kiel verbessern. Das Referat für Migration nimmt die Anträge entgegen. Auch die Forumsmitglieder könnten gerne Anträge stellen. Das Gremium, das über die Mittelvergabe entscheidet, tagt zweimal in diesem Jahr (Ende Juni und Ende September). Die Gelder müssten noch in diesem Jahr verwendet werden. Ob der Fond im nächsten Jahr fortgesetzt wird, könne man noch nicht sagen. Das Entscheidungsgremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Verwal-tung und Politik zusammen. Insgesamt stehen 100.000 € zur Verfügung.

Top 10: Vorstellung des Forumsmitglieds „Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V.“
Rawad Zyadeh und Diana Kenno stellen die Entstehung, die Aktivitäten und die Ziele des vor sechs Monaten gegründeten Vereins vor. Der Verein richte sich mit seinen Angeboten nicht nur an Syrer/innen, sondern an alle Geflüchteten sowie an die Aufnahmegesellschaft. Das Motto des Vereins sei „Hilfe zur Selbsthilfe“. Alle Angebote seien kostenlos. Herr Zyadeh und Frau Kenno bedanken sich für die Aufmerksamkeit und bitten um Fragen.
Herr Diogu bedankt sich für den Vortrag und erklärt, dass er beeindruckt von der Vielfalt der Angebote sei. Ein Gast fragt, ob das Dolmetsch-Projekt auch für Übersetzungen beim ZIP zur Verfügung stünde. Herr Zyadeh erläutert, dass Ärzt/innen in dem Projekt engagiert seien. Man könne sich hierfür an Samir Al Yousef wenden, der dieses Angebot koordiniert. Die Termine bräuchten ein wenig Vorlauf. Ein anderer Gast fragt, ob bald ein neuer Arabisch-Kurs für Deut-sche beginne. Herr Zyadeh antwortet, dass man sich auf eine Warteliste eintragen könne. Ein neuer Kurs beginne in den kommenden Wochen.
Die Präsentation ist dem Protokoll beigefügt.

Top 11: Mitgliederänderungen
Es gibt keine Mitgliederänderungen.

Top 10: Sonstiges
– Dursiye Aytekin teilt mit, dass sie für das Forum die 15 Thesen „Zusammenhalt in Vielfalt“ der Initiative kulturelle Integration unterzeichnen wird. Informationen hierzu liegen aus.
– Reinhard Pohl bietet an, bei der Juli-Sitzung die Inhalte des Koalitionsvertrages der neuen Landesregierung zum Thema „Einwanderung“ vorzustellen. Dies wird begrüßt.
– Frau Apenburg verteilt Broschüren vom Kieler Fenster, die Informationen zum Thema „traumatisierte Geflüchtete“ enthalten.

Die Vorsitzende schließt die Sitzung um 19:25 Uhr.

Protokoll: Birte Skoruppa

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