Protokoll 05.09.2017

Die Sitzung wird in Vertretung der Vorsitzenden Dursiye Aytekin von Thomas Wetterau geleitet.

Top 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Thomas Wetterau begrüßt die Mitglieder und Gäste des Forums.
Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

Top 2: Genehmigung der Tagesordnung
Es gibt keine Änderungswünsche zur Tagesordnung.

Top 3: Protokoll der Sitzung am 5. September 2017
Es gibt keine Änderungswünsche. Das Protokoll ist damit genehmigt.

Top 4: Termine
(nach Protokollversand)
22. September – 8. Oktober 2017 finden die Interkulturellen Wochen statt, 25 Jahre
Vielfalt in Kiel, das mehrsprachige Veranstaltungsprogramm ist unter
www.kiel.de/interkulturell zu finden oder als Printversion beim Referat für Migration zu erhalten.
27. September, 18 Uhr, Flucht aus Afghanistan, Asyl in Deutschland, Informationen für Flüchtlinge und Unterstützer*innen und alle Interessierten, Referent: Reinhard Pohl, eine Dolmetscherin wird ins Dari (Ostpersisch) dolmetschen, Ort: Kiel, Universität, CAP3 – Hörsaal 3, Kontakt und Informationen: ZBBS, E-Mail: schoening@zbbs-sh.de oder reinhard.pohl@gegenwind.info.
29. September, 15 Uhr, Tag der Offenen Tür, Begegnungszentrum, Waisenhofstraße 3,
24103 Kiel, Veranstaltet vom Verein Kiel hilft Flüchtlingen, Nähere Informationen unter
mail@kiel-hilft-fluechtlingen.de oder www.facebook.com/kielhilftfluechtlingen.
30. September, 10–15 Uhr, Praktikumsbörse für geflüchtete Menschen, RBZ Wirtschaft, Mensa, Westring 444, 24118 Kiel, Nähere Informationen: u.a. beim Referat für
Migration, Kathrin Stadelmann und Xenia Zentner, Tel.: 0431 – 901 3031.
1. Oktober, 13 Uhr, Interreligiöse Stadtrundfahrt, Teilnahmegebühr: 5,00 Euro, Karten bei der Tourist Information Kiel erhältlich, Neues Rathaus, Andreas-Gayk-Straße 31, nähere Informationen unter: www.interrel-kiel.de.
6. – 8. Oktober Bildungsfestival „Afrikatage-Kiel“, Veranstalter: Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), Audimax – Uni Kiel, Christian-Albrechts-Platz 2, 24118 Kiel, barrierefrei.
13. Oktober, 14 – 18 Uhr, Workshop: Ideen für die Weiterentwicklung der Interkulturellen Wochen in Kiel, Rathaus, Ratssaal. Nähere Informationen bei Petra Iwahn, Referat für Migration, Tel.: 0431 – 901 2936.

Top 5: Aktuelle Themen – Austausch und weitere Schritte
a. Aktuelle Themen der Mitglieder
Der stellvertretende Vorsitzende Thomas Wetterau fragt die Mitglieder, welche aktuellen Themen anliegen. Pia Duitsmann schlägt vor, gemeinsame Fortbildungseinheiten mit dem BEI zu Vereinsberatung, steuerrechtlichen Fragen sowie interkultureller Öffnung (Struktureller Rassismus) zum Thema zu machen und einen Erfahrungsaustausch darüber zu ermöglichen.
Frau Apenburg schlägt das Thema Migrant*innen mit Behinderung vor.
Weitere Vorschläge können gern über E-Mail nachgereicht werden.

b. 15 Jahre Forum: Jubiläumsfeier am 1. Dezember 2017
Der Vorsitzende berichtet, dass das 15-jährige Jubiläum am 1. Dezember um 17.00 Uhr im
Ratssaal des Kieler Rathauses gefeiert wird. Der konkrete Ablauf der Feier ist noch in Planung.
Möglicherweise erfolgt die Begrüßung durch Vertreter*innen der Stadt, anschließend soll das
Thema „Teilhabe- und Integrationsgesetz“ in Form eines Podiumsgesprächs mit Vertreter*innen
der Stadt und des Landes stattfinden. Wer noch bei der Planung der Feierlichkeit mitmachen
möchte, kann sich beim Vorstand melden.

Ben Diogu bedauert außerordentlich, dass die Grillparty nicht stattfinden konnte, obwohl sie im
Forum beschlossen worden war. Er zeigt sich enttäuscht, dass trotz der großen Zahl von Mitgliedern
sich kaum jemand zur Teilnahme angemeldet hatte. Insbesondere Dieter Valiev und er
hatten bereits viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitung gesteckt.

Top 6: Berichte aus Arbeitskreisen, Ausschüssen und Beiräten
a. Neue Delegierten-Liste
– Der Vorsitzende liest die beim letzten Treffen der Delegierten mit dem Vorstand vereinbarte Delegiertenliste vor. Mit der Aktualisierung wird eine kontinuierlichere Teilnahme und Austausch
der Delegierten in Arbeitskreisen, Ausschüssen und Beiräten und dem Forum angestrebt.
Es gibt noch offene Punkte auf der Liste. Sobald alle Vertretungen geklärt sind, wird
die Liste an alle Mitglieder geschickt. (Liste der Delegierten des Forums)
– Idun Hübner hat mitgeteilt, dass sie in der Oktobersitzung vom Jugendhilfeausschuss berichten
wird.

b. AK Räume
– Haus der Kulturen: Der Vorsitzende weist auf die Aktualität der Raumfrage hin. In einem
„Haus der Kulturen“ sollten Arbeitsräume, Büroräume sowie Veranstaltungsräume für Migrantenorganisationen
vorhanden sein. Auch die anderen Foren in Schleswig-Holstein fordern
ein Haus der Kulturen, weshalb auf die Landesregierung zugegangen werden müsse.
Ziel sei es, das „Haus der Kulturen“ landesweit flächendeckend zu etablieren und in einem
Teilhabe- und Integrationsgesetz zu manifestieren.
– Birgit Lawrenz weist auf die Liste mit Räumlichkeiten hin, die durch den Arbeitskreis „Räume“
des Forums zusammengetragen und beim Referat für Migration inzwischen ergänzt
und fertiggestellt wurde. Im Bedarfsfall können sich Interessierte bei Petra Iwahn melden,
um gemeinsam mit ihr Details zu klären und einen passenden Raum zu finden.

c. AK Öffentlichkeitsarbeit
Der Arbeitskreis hat sich getroffen. In Zukunft wird Daniel Jäger die Webseite des Forums betreuen.
Aktuell werden die alten Vertragsangelegenheiten geprüft. Einzelheiten hierzu sollen in
den kommenden Sitzungen bekanntgegeben werden.

d. Treffen der Beiräte
Birgit Lawrenz berichtet vom Treffen der Vorstände des Beirats für Menschen mit Behinderung,
des Beirats für Seniorinnen und Senioren, des Jungen Rates und des Forums. Es hat ein ge3
meinsamer Austausch über die aktuelle Arbeit der Beiräte und des Forums stattgefunden, und
auch Schnittstellen und Möglichkeiten effizienterer Zusammenarbeit sind besprochen worden.

Top 7: Broschüre „Islam, Islamismus und Salafismus in Schulen“
Es findet ein kurzer Austausch über die Broschüre statt, die vom Ministerium für Schule und
Berufsausbildung im März 2017 herausgegeben wurde. Thomas Wetterau berichtet, dass es
ein Treffen mit Tobias Meilicke, Projekt Provention der Türkischen Gemeinde in Schleswig-
Holstein e.V., und einem Vertreter des Interreligiösen Arbeitskreises gegeben habe. Die Kritiker
der Broschüre und die Schura seien bei dem Treffen nicht dabei gewesen.

Eine Beteiligung des Forums bereits während der Entwicklungsphase der Broschüre wäre wünschenswert
gewesen. Zurzeit sei die Broschüre mit dem Deckblatt in Überarbeitung.
Reinhard Pohl informiert über die Entwicklung der Broschüre. Ursprünglich sei sie nur als Handreichung
für eine interne Nutzung der Lehrkräfte in Schulen vorgesehen gewesen, ab März
2017 ist sie auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht und anschließend als Printversion
herausgegeben worden.

Die Broschüre „Islam, Islamismus und Salafismus in Schulen“ wird dem Protokoll beigefügt.

Top 8: Die Waisenhofhalle: Manuel Friedinger vom Verein „Kiel hilft Flüchtlingen“ stellt
die Räumlichkeiten und Angebote in der Waisenhofhalle vor
Manuel Friedinger, Vorsitzender des Vereins „Kiel hilft Flüchtlingen“, berichtet, dass zunächst
alles mit der Idee begonnen habe, den Menschen, die in Kiel Zuflucht gesucht haben, zu helfen.
Aus dieser Idee entstand eine Initiative, die sich zunächst über Facebook organisierte. Der Verein
„Kiel hilft Flüchtlingen“ wurde am 15. Februar 2016 gegründet. Zunächst waren die Schwerpunkte
das Sammeln, Sortieren und Verteilen der Sachspenden in Räumen in der Preetzer
Straße, dann der Bezug der neuen Räumlichkeiten in der Waisenhofhalle und jetzt die Errichtung
der Waisenhofhalle als Begegnungszentrum. Die Grundsätze des Vereins seien, die benötigte
Hilfe und Unterstützung den Flüchtlingen unbürokratisch zukommen zulassen, möglichst
viele Menschen in direkten Kontakt mit Flüchtlingen zu bringen und somit eine Begegnungsstätte
mit zahlreichen Projekten zu schaffen.

Die Arbeit sei rein ehrenamtlich und über Spenden organisiert. Der Verein besteht aus 60 Mitgliedern.
Auch könnten nach Anfrage die Räumlichkeiten genutzt werden, zu denen zudem ein
Multifunktionsraum sowie ein Konferenz-/Computerraum gehören. Organisationen seien mit
ihren Projekten dort willkommen, jedoch werden in der Regel keine Eintrittsgelder oder Teilnahmegebühren
von den Teilnehmenden erhoben. In die Halle würden insgesamt 199 Personen
passen, Bierbänke und Tische für 80-90 Personen seien vorhanden, die Bestuhlung könne
für 40-50 Personen erfolgen, die Halle sei jedoch nicht barrierefrei. Aktuell gibt es zum Beispiel
einen Spieleabend, einen Sprachtreff und eine Kochgruppe.

Frau Siebke fragt, ob die Halle auch als „Haus der Kulturen“ genutzt werden könnte. Herr Friedinger
betont, dass das gesamte Endgeschoss genutzt werden könne, die oberen Etagen durch
die Brandschutzvorschriften aber nicht. Zudem stünde die Halle zum Verkauf und sei lediglich
zur Zwischennutzung erlaubt.

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen findet am 29. September ab 15:00 Uhr ein Tag der Offenen
Tür mit zahlreichen Aktionen statt.
Der Vorsitzende bedankt sich für die Informationen und weist darauf hin, dass im Anschluss an
die Forumssitzung Gelegenheit sei, sich die Räume anzuschauen.

Top 9: Bericht des Vorstands und der Geschäftsführung
a. Ratsfraktionsgespräche 2017
Thomas Wetterau berichtet, dass die Fraktionsgespräche bei der SPD, CDU und den Grünen anstehen. Er trägt die Themen des Forums vor, die dort angesprochen werden sollen: „Haus der Kulturen“; Teilhabe- und Integrationsgesetz; Wohnungsmarkt; Budget für das Forum; Einbindung in die Ausschüsse; Zuwanderungsbehörde; Perspektiven für Geflüchtete; Unbegleitete Minderjährige; Schulabschlüsse für Geflüchtete; Psychosoziale Hilfen für Geflüchtete; Neuzugewanderte; Interreligiöser Austausch; Ältere/Pflege; Sprachkurse mit Kinderbetreuung.

Carlo Bauer vom Jugendamt berichtet, dass zurzeit ein Sprachkurs mit Kinderbetreuung organisiert wird. Für weitere Informationen steht er unter Tel.: 901– 4919 oder
E-Mail: carlo.bauer@kiel.de zur Verfügung.

b. Die landesweite Aufstellung der Foren und Runden Tische
Thomas Wetterau berichtet, dass die Foren im Land Schleswig-Holstein fordern, die Teilhabe von Migrant*innen zu intensivieren. Dazu sei geplant, sich aktiv in die Ausgestaltung eines Teilhabe– und Integrationsgesetzes einzubringen.

c. Vorstellung der neuen Mitarbeiterin in der Geschäftsführung
Birgit Lawrenz stellt Derya de Lor als neue Mitarbeiterin im Referat für Migration vor. Sie wird zukünftig bei der Geschäftsführung des Forums unterstützen.

Top 10: Mitgliederänderungen
– Neu im Forum ist der Deutsch-Algerische Verein SH e.V., vertreten durch Herrn Katib
Rekik und Herrn Reggad El Bachir.
– Als Vertreterin des AWO Landesverbands ist Frau Nadine Kühl ausgeschieden, Nachfolgerin
ist Frau Juliane Dreyer.
– Als Vertreterin des Caritasverbands Schleswig-Holstein ist Frau Dr. Friederike Hohenstein
ausgeschieden, Nachfolgerin ist Frau Andja Zdrava-Vojnovic.
– Neu als ständiger Gast im Forum: Servicestellen für Partizipationsgremien in Schleswig-
Holstein, vertreten durch Toska Jakob und Violetta Seelig-Kiss

Top 11: Sonstiges
– Birgit Lawrenz schlägt die Termine für die Forumssitzungen 2018 vor. Es gibt keine Einwände.
Als gewünschter Sitzungsort wird der Magistratssaal angegeben. Die Sitzungsräume
werden vom Büro des Stadtpräsidenten organisiert. Sobald diese feststehen, wird dem
Forum die Liste der Termine und Räume zugeschickt.
– Ben Diogu berichtet von einem Einzelfall, bei dem er sich an die Migrationsberatung im
Referat für Migration gewandt hat. Er bedankt sich für die wirkungsvolle Unterstützung dort
und ermutigt die Forumsmitglieder, sich bei Problemen an das Referat zu wenden.
Der Vorsitzende bedankt sich bei den Teilnehmenden und schließt die Sitzung um 18:20 Uhr.

Im Anschluss an die Forumssitzung besichtigen interessierte Teilnehmende gemeinsam mit Herrn Friedinger die Waisenhofhalle.

Protokoll: Derya de Lor

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